Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Bundestrainerin Ute Schinkitz
Bundestrainerin Ute Schinkitz © Oliver Kremer/DBS

Die Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro verliefen für Deutschlands Schwimmerinnen und Schwimmer nicht wunschgemäß. Drei Medaillen holte das Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz – eine Bilanz, die einige Schwierigkeiten aufzeigt: die Strukturen in Deutschland haben Optimierungsbedarf, qualitativ guter Nachwuchs ist schwer zu finden und das weltweite Niveau steigt seit Jahren immer weiter. Hinzu kommt die internationale Baustelle der Klassifizierung im Schwimmen.

Niko Kornhaß
Nikolai Kornhaß (weißer Anzug) bei den Paralympics in Rio © Oliver Kremer/DBS

Am 25. Februar finden in Heidelberg die internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften im Judo für sehbehinderte und blinde Judoka statt. Insgesamt starten 72 Athleten aus 14 Nationen. Aus deutscher Sicht gehen vor allem die Medaillengewinner von Rio, Carmen Brussig und Nikolai Kornhaß, mit großen Hoffnung in den Wettkampf. Ab 11 Uhr können Judofans und Interessierte im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar zunächst die Begegnungen der Jugend verfolgen, bevor ab 12 Uhr die Männer und Frauen in das Wettkampfgeschehen eingreifen.

Am 25. Februar finden die Deutschen Hallen-Meisterschaften Leichtathletik des Deutschen Behindertensportverbandes in Erfurt statt. 115 Athleten starten in den Junioren- und Seniorenklassen sowie in der Aktivenklasse. Prominente Starter sind unter anderem die Paralympics-Sieger Daniel Scheil und Niko Kappel sowie die Medaillengewinner von Rio Claudia Nicoleitzik, Katrin Müller-Rottgardt und Irmgard Bensusan. Neben Kandidaten für die diesjährigen IPC-Weltmeisterschaften in London, wollen sich die Junioren für die erstmals stattfindende IPC-Junioren-WM im Schweizerischen Nottwil empfehlen. Es werden Athleten aller Startgruppen des Behindertensports in die Wettbewerbe gehen. Damit wird die gesamte Breite der paralympischen Leichtathletik für Zuschauer ab 10 Uhr in der Leichtathletikhalle in Erfurt erlebbar sein.

Talentsichtung beim TSV Bayer Leverkusen Gruppenbild
Top-Athleten und Talente gemeinsam bei der Sichtung© tsv bayer 04 Mika Volkmann

21 Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung aus ganz Deutschland testeten sich in Leverkusen in den Sportarten Leichtathletik und Sitzvolleyball. Einige von ihnen wollen künftig beim TSV Bayer 04 trainieren und ihre sportliche Laufbahn voranbringen. Neben dem eigenen Training konnten sie auch das Training der Top-Athleten wie Felix Streng, Irmgard Bensusan, Johannes Floors oder David Behre live vor Ort erleben.

Das Foto (Gavrila Spiridon) zeigt die Siegerehrung Herrendegen Kategorie A - Maksym Mahula (UKR), Maxim Shaburov (RUS), Piers Gilliver (GBR) und Maurice Schmidt (GER)
Siegerehrung Herrendegen Kategorie A - Maksym Mahula (UKR), Maxim Shaburov (RUS), Piers Gilliver (GBR) und Maurice Schmidt (GER) ©Gavrila Spiridon

Maurice Schmidt (SC Böblingen) erfocht sich beim Weltcup-Start in Eger mit dem Degen die Bronzemedaille und sicherte sich damit wichtige Punkte für die Weltrangliste.

 

Andrea Eskau beim Ski nordisch
Andrea Eskau ©Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Die Flower Ceremony war gerade vorüber, da trafen sich im Skistadion Finsterau die Wege der Weißrussin Liudmila Vauchok und der Deutschen Andrea Eskau. Vauchok war kurz zuvor im Langlauf-Rennen über die mittlere Distanz von fünf Kilometern bei den Frauen sitzend in 14:52.2 Minuten auf dem vierten Platz gelandet, Eskau in 14:30.5 Minuten auf dem zweiten. Es war bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass Vauchok das Podest und damit das Geschenk für Medaillengewinner, WM-Maskottchen Filu als Stofftier, hauchdünn verpasste. Also drückte die 45-jährige Elsdorferin vom USC Magdeburg der Konkurrentin ihren Filu in die Hand.