Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Tony Kahlfeldt und Karl Quade in PyeongChang
Dr. Karl Quade (r.) und Tony Kahlfeldt in PyeongChang

Gut ein Jahr vor Beginn der Paralympischen Winterspiele in PyeongChang haben sich 90 Vertreter der Nationalen Paralympischen Komitees vor Ort getroffen. Auch Dr. Karl Quade als deutscher Chef de Mission und sein Stellvertreter Tony Kahlfeldt reisten nach Südkorea. "Die Schneesportstätten sind in einem guten Zustand und auch bezüglich der Organisation habe ich ein gutes Gefühl – trotz einiger Fragen, die bis zum jetzigen Zeitpunkt noch unbeantwortet sind", berichtet Quade. In den kommenden Wochen finden zudem vorbereitende Testevents in unterschiedlichen Sportarten mit Paraylmpischen Athletinnen und Athleten in PyeongChang  statt. 

Die deutsche Rollstuhlcurling-Nationalmannschaft
Die deutsche Rollstuhlcurling-Nationalmannschaft © Ralf Kuckuck, DBS-Akademie

Die Qualifikation für die Paralympics haben sie schon in der Tasche, dennoch ist die deutsche Rollstuhlcurling-Nationalmannschaft gut ein Jahr vor den Spielen voller Motivation und Vorfreude in den Flieger nach Südkorea gestiegen. Schließlich finden dort vom 4. bis 11. März die Weltmeisterschaften statt – und zwar genau an dem Ort, wo das fünfköpfige Team im März 2018 auch bei den Paralympics die Großen ärgern will. Ziel ist ein Platz unter den Top fünf.

Start der Sprinterinnen bei der Hallen-DM
Start der Sprinterinnen bei der Hallen-DM © Marion Peters

Beim letzten Bahnwettbewerb der Deutschen Hallen-Leichtathletikmeisterschaften des DBS hat sich die große Bandbreite des Behindertensports gezeigt: In der 4x200 Meter Mixed-Staffel kämpften Sportler mit intellektuellem Handicap, Cerebralparese, Sehbehinderung und Amputationen um die Meisterschaftsmedaillen. Insgesamt kamen über 100 Athleten aus fast allen Bundesländern zur Veranstaltung nach Erfurt. Sportlich herausragend waren besonders die Resultate der Paralympics-Stars von Rio.

Abteilungsversammlung Leichtathletik in Erfurt
Abteilungsversammlung Leichtathletik in Erfurt

Am Vorabend der Deutschen Hallenmeisterschaften Leichtathletik in Erfurt trafen sich Vertreter von neun Landesverbänden, vom Deutschen Rollstuhlverband sowie die Verantwortliche vom Deutschen Behindertensportverband zur Abteilungsversammlung Leichtathletik. Diskussionsschwerpunkte wurden auf Neuerungen im Bereich Nachwuchsarbeit, Aus- und Fortbildung, Klassifizierung, Wettkampfwesen, Terminplanung  und auf die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Leichtathletikverband gelegt. Auch die im kommenden Jahr in Berlin stattfindenden "World Para Athletics Europameisterschaften" und die damit zusammenhängende Ausbildung Nationaler Kampfrichter stand zum Gespräch. Zudem wurde DBS-Schiedsrichter Rhinaldo van Rheenen als viertes Mitglied in den Vorstand berufen.

Podiumsdiskussion World Para Athletics
© Jörg Frischmann

Das internationale Forum mit Leichtathletikvertretern aus  NPC`s aller Kontinente, informierte über generelle Neuerungen wie zum Beispiel die Umbenennung von "IPC Athletics" in "World Para Athletics" einschließlich neuer Dachmarke, den Strategieplan von World Para Athletics  2017 bis 2020, das Programm für die Paralympics in Tokio 2020 und die weiterentwickelten Ausbildungsstrategien der IPC Academy.

Marc Schuh mit einem Nachwuchsathleten im Rennrollstuhl
© Marion Peters

Romain Fiegen, Sportdirektor des NPC Luxembourg, hat Experten aus Frankreich, Belgien, der Schweiz und Deutschland zu einem Expertenworkshop in Sachen Rollstuhlschnellfahren eingeladen. Lernen und Lehren war das Motto aller Teilnehmer. Die Rio-Paralympicsieger Marcel Hug und Peter Genyn informierten ein großes Auditorium aus Sport, Politik und Medizin über ihren Weg im Sport, ihre Erfolge und ihre Motivation und beantworteten zahlreiche Fragen.

Bundestrainerin Ute Schinkitz
Bundestrainerin Ute Schinkitz © Oliver Kremer/DBS

Die Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro verliefen für Deutschlands Schwimmerinnen und Schwimmer nicht wunschgemäß. Drei Medaillen holte das Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz – eine Bilanz, die einige Schwierigkeiten aufzeigt: die Strukturen in Deutschland haben Optimierungsbedarf, qualitativ guter Nachwuchs ist schwer zu finden und das weltweite Niveau steigt seit Jahren immer weiter. Hinzu kommt die internationale Baustelle der Klassifizierung im Schwimmen.