Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Plakat Deutsche Meisterschaften Leichtathletik in Erfurt
Deutsche Meisterschaften Leichtathletik in Erfurt

Rund 150 Aktive aus 67 Vereinen werden am kommenden Wochenende, 27. und 28. Mai 2017, bei den Deutschen Meisterschaften der Para-Leichtathleten in Erfurt an den Start gehen. Dabei kämpfen auf dem „Sportplatz Essener Straße“ an der Riethsporthalle amtierende Paralympicssieger wie Birgit Kober, Sebastian Dietz, Niko Kappel oder Daniel Scheil ebenso um persönliche Bestleistungen wie hoffnungsvolle Nachwuchstalente. Zusätzlich geht’s natürlich um die begehrten Meistertitel und auch um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften, die vom 14. bis 23. Juli 2017 im Londoner Olympiastadion stattfinden werden.

 

"Bitte nächstes Jahr wieder", lautete die Bitte vieler junger Leichtathleten nach der Teilnahme am Jugendländercup in Rostock. Das rundum gut organisierte Event bot 57 jungen Sportlerinnen und Sportlern die Möglichkeit, sich mit gleichaltrigen zu messen. Neben bekannten Namen sorgten auch einige noch unbekannte Teilnehmende für sportliche Überraschungen, wie auch Jonas Winkler, der in der Altersklasse U16 dominierte.

Juliane Mogge
Juliane Mogge © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Die Halleschen Werfertage waren für die spastisch stark beeinträchtigte Hanna Wichmann ein Erfolg auf ganzer Linie. Die 20-Jährige stellte gleich in drei Disziplinen eine neue persönliche Bestleistung und im Diskus mit 10,11 Metern einen neuen Europarekord in ihrer Startklasse auf. Im Keulenwurf verbesserte sich Wichmann auf 16,75 Meter und im Kugelstoßen auf 4,25 Meter. Auch die Leichtathleten des TV Wattenscheid hatten Grund zur Freude, denn Werferin Juliane Mogge verbesserte im Kugelstoßen ihre persönliche Bestleistung gleich um einen halben Meter und sicherte sich mit 9,83 Meter die Norm für die Weltmeisterschaften im Juli in London. Auch Sprinterin Kathrin Müller-Rottgardt bestätigte ihre gute Form und lief die 100 Meter in 12,26 Sekunden.

Thomas Brüchle und Tom Schmidberger mit Trainer Volker Ziegler
Weltmeister Brüchle/Schmidberger mit Trainer Volker Ziegler © Doesseler

Ein Weltmeistertitel, einmal Silber und drei Bronzemedaillen – eine überraschend positive Bilanz zog die deutsche Para-Tischtennis Nationalmannschaft nach den ersten separaten Team-Weltmeisterschaften in Bratislava. Thomas Brüchle und Thomas Schmidberger verteidigten ihren Weltmeistertitel ohne Spielverlust, das junge Team Sandra Mikolaschek/Lisa Hentig wurde Vize-Weltmeister, dazu kamen noch drei Bronzemedaillen durch Kramm/Reeg, Baus/Gürtler und Kalb/Rüddenklau.

Marlene Reeg und Lena Kramm
Die Youngster Reeg/Kramm stehen im Halbfinale © Hannes Dosseler

Bei der Para-Team-Weltmeisterschaft in Bratislava hat die deutsche Mannschaft am dritten Wettkampftag bereits zwei Medaillen sicher. Sowohl die Silbermedaillengewinner von Rio der Wettkampfklasse 3, Thomas Brüchle und Tom Schmidberger, als auch die Youngster Lena Kramm und Marlene Reeg (WK 9-10) stehen bereits im Halbfinale. Jan Gürtler und Valentin Baus (WK 5) müssen zunächst noch ins Viertelfinale und für zwei Teams geht es im letzten Gruppenspiel noch um den Einzug ins Halbfinale.

Die Deutschen Meister im Prellball 2017
Die Deutschen Meister im Prellball 2017 © DBS / Nationale Spiele

Bei den 50. Deutschen Meisterschaften im Prellball hat sich der BSG Nordwalde gegen die Konkurrenz aus Westerstede, Stadthagen-Tündern und Wanne-Eickel durchgesetzt. Mit drei Siegen und einem Unentschieden sicherten sich die Nordwalder die Meisterschaft und blieben ungeschlagen. Überschattet wurden die Wettkämpfe in Hameln-Tündern allerdings von einem tragischen Zwischenfall. Markus Belker von der VSG Wanne-Eickel hatte am Rande der Veranstaltung eine massive Hirnblutung erlitten, wenige Tage später ist er im Alter von nur 55 Jahren an den Folgen gestorben. Der DBS wünscht seiner Familie und den Angehörigen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Lindy Ave sprintet über die 100 Meter auf Platz fünf ©Ralf Kuckuck/DBS
Lindy Ave © Ralf Kuckuck/DBS

Beim internationalen Läufermeeting in Pliezhausen brach Paralympics-Teilnehmerin Lindy Ave gleich zwei bestehende Meetingrekorde. Schon in der ersten Stunde der Veranstaltung stellte Ave (T38) in der Startklasse T35-T38 über 100 Meter mit 13,49 Sekunden einen neuen Meetingrekord auf und knackte gleichzeitig die Norm für die Weltmeisterschaften in London. Auch über 200 Meter pulverisierte sie den alten Rekord und siegte überlegen in 28,14 Sekunden vor der Britin Katrina Hart (T37/30,55 Sekunden) und Nationalmannschaftskollegin Vanessa Braun(T38/30,66 Sekunden). Somit war auch die WM-Norm über 200 Meter erreicht.