Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Deutsche Meister im Rennrollstuhl-Marathon: Alhassane Baldé und Annika Zeyen
Deutsche Meister im Rennrollstuhl-Marathon: Alhassane Baldé und Annika Zeyen

Eingebunden in den Berlin-Marathon haben die deutschen Meisterschaften im Marathon ein stimmungsvolles Comeback gefeiert. "Die Strecke und die Stimmung waren perfekt, nur das Wetter war nicht optimal. Es war eine super Zusammenarbeit, die wir 2018 fortsetzen wollen. Dann erhoffen wir uns auch noch mehr Teilnehmer", sagt Marion Peters, Co-Bundestrainerin Para Leichtathletik. Erstmals seit längerem haben die Meisterschaften im Marathon wieder stattgefunden. Bei den Rennrollstuhlfahrern jubelten nach gut 42 Kilometern Annika Zeyen bei ihrem Debüt und Alhassane Baldé, bei den sehbehinderten Läufern Ulrike Wilhelm (mit den Guides Juliana Loeffler und Alexander Hupe) und Hans-Reinhard Hupe (Guides Matthias Hupe und Mario Leimbach) sowie Harald Lange in der Klasse T11/12.

Anna-Maria Rieder
Gehört zur Nachwuchselite: Anna-Maria Rieder © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Sie sind talentiert und ehrgeizig, auf ihnen ruhen die Hoffnungen für die Zukunft der Deutschen Paralympischen Mannschaft: 23 junge Athletinnen und Athleten aus zwölf Individualsportarten des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) wurden in die Nachwuchselite-Förderung der Deutschen Sporthilfe berufen. Finanziert wird dies durch die Unterstützung der DFL Stiftung, dem Premium-Partner der Sporthilfe.

Stefan Hähnlein im Block
Die Dauerrivalen: Bayer Leverkusen und der BV Leipzig © Mika Volkmann

Spannung pur – das versprechen die diesjährigen deutschen Meisterschaften im Sitzvolleyball. Vom 30. September bis 1. Oktober trifft sich Deutschlands Sitzvolleyball-Elite in der Herbert-Grünewald-Halle in Leverkusen. Neben dem amtierenden deutschen Meister Bayer Leverkusen geht auch der Dauerrivale BV Leipzig sowie eine neu formatierte Mannschaft des Dresdener SC mit Titelhoffnungen an den Start. 

Sabine Ellerbrock
Sabine Ellerbrock © Hartwig Ellerbrock

Die Erfolge haben sich ausgezahlt: Rollstuhltennisspielerin Sabine Ellerbrock ist in der Weltrangliste  auf Platz drei geklettert und hat sich damit im Jahr 2017 um drei Ränge gesteigert. Grund für die Verbesserung ist besonders das gute Abschneiden bei den Grand-Slam-Turnieren. Vor allem bei den French Open und in Wimbledon schaffte es die 41-Jährige bis ins Endspiel und wurde jeweils Zweite.

Das EM-Team
Die deutsche Auswahl für die EM © DBS

Der Deutsche Behindertensportverband schickt 17 Athletinnen und Athleten zu den Para-Tischtennis-Europameisterschaften ins slowenische Lasko (28. September bis 4. Oktober 2017), angeführt von den vier Silbermedaillen-Gewinnern der Paralympics in Rio de Janeiro, Stephanie Grebe, Thomas Brüchle, Thomas Schmidberger und Valentin Baus.

EM-Silber für die Goalball-Nationalmannschaft
EM-Silber für die Goalball-Nationalmannschaft

Die anfängliche Enttäuschung nach der Schlusssirene war spätestens bei der Siegerehrung großer Freunde gewichen. Nur von Paralympics-Sieger Litauen waren Deutschlands Goalballer nach tollen Auftritten bei der Europameisterschaft im finnischen Lahti zu stoppen. Silber bedeutet gleichzeitig die erste internationale Medaille eines deutschen Teams seit zehn Jahren, für die Herren ist es gar der größte Erfolg seit dem WM-Titel 1990.

Sandra Mikolaschek
Sandra Mikolaschek © Heike Werner / DBS

Mit 16 verließ Sandra Mikolaschek für den Sport ihre Heimat und gewann im gleichen Jahr Silber bei der Europameisterschaft. Nach dem bitteren Viertelfinal-Aus 2016 bei den Spielen in Rio de Janeiro hat die 20-jährige Rollstuhltischtennisspielerin in diesem Jahr bereits die Paralympics-Siegerin und Weltranglistenerste bezwungen – und hofft bei der kommenden EM im slowenischen Lasko vom 28. September bis zum 4. Oktober auf eine Medaille.