Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Bastian Keller und Boris Nicolai bei den World Open

Das deutsche Para-Boccia-Pair mit Boris Nicolai und Bastian Keller hat bei den World Open im amerikanischen Kansas City mit einer überzeugenden Leistung Silber gewonnen. Erstmals standen die beiden Spieler der Klasse BC 4 in einem World Open-Finale, wo sie dem Team aus Kolumbien nur knapp mit 3:4 unterlagen.

Valentin Luz und Jessica Dietz
Valentin Luz und Jessica Dietz © DRV/Seyb

Bei den Para-Ruder-Weltmeisterschaften im amerikanischen Sarasota-Bradenton haben die deutschen Athletinnen und Athleten mit zweimal Bronze überzeugt. Valentin Luz und Jessica Dietz sicherten sich im neu formierten Mixed-Zweier bei der ersten gemeinsamen WM-Teilnahme überraschend Bronze. Auch Sylvia Pille-Steppat belohnte sich im Einer nach 2000 Metern mit Bronze.

Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle bei der Siegerehrung
Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle bei der Siegerehrung ©Hannes Doesseler

Der Final-Tag in den Einzel-Wettbewerben verlief aus deutscher Sicht überwiegend erfreulich. Grund zur Freude hatte Thomas Schmidberger, der sich in der Wettkampfklasse 3 den Europameister-Titel sicherte. Sein Teamkamerad und Titelverteidiger Thomas Brüchle gewann im slowenischen Lasko Bronze, während Sandra Mikolaschek (WKs 4-5) und Juliane Wolf (WK 8) erst im Finale gestoppt werden konnten.

Die deutsche Auswahl ©Deutscher Tennis Bund

Die deutschen Rollstuhltennisspielerinnen und -Spieler um Cheftrainer Christoph Müller haben sich auf Sardinien in guter Form präsentiert. Katharina Krüger entschied sowohl die Einzel- als auch die Doppelkonkurrenz für sich. Maximilian Laudan spielte sich in der Konkurrenz der Quads bis ins Finale, wo ihn nur der Weltranglistenerste David Wagner aus den USA stoppen konnte.

v.l. Khaled Taha, Ralf Rangnick, Helga Lüngen, Dr. Peter Themann
v.l. Khaled Taha, Ralf Rangnick, Helga Lüngen, Dr. Peter Themann © ZNS - Hannelore Kohl Stiftung

Es ist ein besonderes Turnier und steht seit drei Jahren beispielhaft für gelungene Inklusion in Deutschland: Das Benefiz-Fußballturnier der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, bei dem die Fußball-Nationalmannschaft der Menschen mit Halbseiten­lähmung (Cerebral Parese) gegen Vertreter der ehemals behandelnden Ärzte, die Nationalmannschaft der Neurologen, antritt.

Porträtfoto Friedhelm Julius Beucher
Friedhelm Julius Beucher © picture alliance /DBS

Am 9. März 2018 sollen die Paralympischen Spiele im südkoreanischen PyeongChang feierlich eröffnet werden. Doch der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea mit den sich weiter zuspitzenden Äußerungen der Machthaber führt auch beim Deutschen Behindertensportverband (DBS) zu erheblichen Sorgenfalten. Ein Verzicht auf eine Teilnahme an den Paralympics wird derzeit jedoch noch nicht in Erwägung gezogen. DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher erklärt dazu: „Es ist eine dramatische Entwicklung zu beobachten. Dieser Krieg der Worte bereitet uns große Sorgen. Zum jetzigen Zeitpunkt erwägen wir jedoch noch keinen Verzicht auf eine Reise zu den Paralympischen Spielen in Südkorea. Gleichwohl fordern wir das Internationale Olympische Komitee sowie das Internationale Paralympische Komitee auf, ernsthaft Alternativen zu prüfen und einen Plan B zu entwickeln.“

Deutsche Meister im Rennrollstuhl-Marathon: Alhassane Baldé und Annika Zeyen
Deutsche Meister im Rennrollstuhl-Marathon: Alhassane Baldé und Annika Zeyen

Eingebunden in den Berlin-Marathon haben die deutschen Meisterschaften im Marathon ein stimmungsvolles Comeback gefeiert. "Die Strecke und die Stimmung waren perfekt, nur das Wetter war nicht optimal. Es war eine super Zusammenarbeit, die wir 2018 fortsetzen wollen. Dann erhoffen wir uns auch noch mehr Teilnehmer", sagt Marion Peters, Co-Bundestrainerin Para Leichtathletik. Erstmals seit längerem haben die Meisterschaften im Marathon wieder stattgefunden. Bei den Rennrollstuhlfahrern jubelten nach gut 42 Kilometern Annika Zeyen bei ihrem Debüt und Alhassane Baldé, bei den sehbehinderten Läufern Ulrike Wilhelm (mit den Guides Juliana Loeffler und Alexander Hupe) und Hans-Reinhard Hupe (Guides Matthias Hupe und Mario Leimbach) sowie Harald Lange in der Klasse T11/12.