Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

60-Meter-Start der Rollstuhlfahrer bei den HDM in Erfurt
60-Meter-Start der Rollstuhlfahrer bei den HDM in Erfurt © Thomas Würthen

In Erfurt fanden am vergangenen Wochenende die Deutschen Hallenmeisterschaften und der Winterwurf der Para Leichtathletik des Deutschen Behindertensportverbandes statt. Am Start waren 150 Athleten in den Startklassen der Junioren, Seniorenklassen, sowie in allen Startgruppen des Behindertensports. Die Bilanz des Wochenendes ist positiv – neben zahlreichen Medaillen stellten die deutschen Para Leichtathleten einige Deutsche Rekorde auf.

Lucien Gerkau und Noemi Ristau
Lucien Gerkau und Noemi Ristau © Paul Hoffmann

Wer mit über 100 km/h auf Skiern den Berg hinunter rast, muss schon eine ordentliche Portion Mut aufbringen. Noch um ein Vielfaches größer muss die Überwindung sein, wenn man dabei nahezu blind unterwegs ist – so wie Noemi Ristau. Weniger als zwei Prozent Sehkraft hat die 26-jährige Skifahrerin noch. Doch das hat sie nicht davon abgehalten, ihrem früheren Hobby nun in Rennen nachzugehen. Gemeinsam mit ihrem Guide Lucien Gerkau hat sich Ristau für die Paralympischen Spiele in PyeongChang qualifiziert – und bei der Generalprobe in Kanada sogar den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere eingefahren.

Lindy Ave
Lindy Ave © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Das Highlight der Hallensaison für die deutschen Para Leichtathleten steht in Form der Deutschen Hallenmeisterschaften am 24. Februar vor der Tür. 150 Athletinnen und Athleten werden in Erfurt um die begehrten nationalen Titel kämpfen. Mit dabei sind unter anderem die Paralympics-Sieger Sebastian Dietz und Niko Kappel sowie die WM-Medaillengewinner von 2017 Lindy Ave, Katrin Müller-Rottgardt und Martina Willing.

Das deutsche Rollstuhlcurling-Team
Das deutsche Rollstuhlcurling-Team © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Für die Paralympics im südkoreanischen PyeongChang qualifiziert, bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr am gleichen Ort fast abgestiegen und nun in der Vorbereitung immer wieder starke Gegner besiegt: Für das deutsche Rollstuhlcurling-Team als „Wundertüte“ ist bei der zweiten Paralympics-Teilnahme die Konstanz das große Thema.

Das deutsche Rollstuhlcurling-Team
Das deutsche Rollstuhlcurling-Team © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Für die Paralympics im südkoreanischen PyeongChang qualifiziert, bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr am gleichen Ort fast abgestiegen und nun in der Vorbereitung immer wieder starke Gegner besiegt: Für das deutsche Rollstuhlcurling-Team als „Wundertüte“ ist bei der zweiten Paralympics-Teilnahme die Konstanz das große Thema.

Markus Rehm und Felix Streng
Markus Rehm und Felix Streng © Oliver Heuser

Eine tolle Kulisse bot sich Markus Rehm und Felix Streng bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Weitspringer ohne Behinderung in Dortmund: Die beiden unterschenkelamputierten Athleten des TSV Bayer 04 Leverkusen sprangen dort außer Wertung mit der nationalen Spitze – zum ersten Mal nahmen gleich zwei Weitspringer mit einer Prothese an einem solchen Wettkampf teil. „Es muss nicht immer um Vor- oder Nachteil einer Prothese gehen“, sagt Jörg Frischmann, Geschäftsführer der Leverkusener Parasportabteilung: „Für die Jungs ist es wichtig, sich mit den anderen zu messen, um sich zu verbessern und gleichzeitig ist es eine tolle Werbung für die Para-Leichtathletik.“

Markus Rehm und Felix Streng
Markus Rehm und Felix Streng © Oliver Heuser

Eine tolle Kulisse bot sich Markus Rehm und Felix Streng bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Weitspringer ohne Behinderung in Dortmund: Die beiden unterschenkelamputierten Athleten des TSV Bayer 04 Leverkusen sprangen dort außer Wertung mit der nationalen Spitze – zum ersten Mal nahmen gleich zwei Weitspringer mit einer Prothese an einem solchen Wettkampf teil. „Es muss nicht immer um Vor- oder Nachteil einer Prothese gehen“, sagt Jörg Frischmann, Geschäftsführer der Leverkusener Parasportabteilung: „Für die Jungs ist es wichtig, sich mit den anderen zu messen, um sich zu verbessern und gleichzeitig ist es eine tolle Werbung für die Para-Leichtathletik.“