Aktuelles vom Deutschen Behindertensportverband

Judo-Kämpferinnen demonstrieren am Berliner Hauptbahnhof vor staunenden Passanten ihr Können
© Camera4

Spitzensportlerinnen zeigten beim DOSB-Aktionstag „Starke Netze gegen Gewalt!“ am Berliner Hauptbahnhof, wie Frauen mit und ohne Behinderungen sich gegen körperliche Angriffe verteidigen können. Vom Deutschen Behindertensportverband waren der Vizepräsident Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport Thomas Härtel, die Leiterin des Hauptstadtbüros Annett Chojnacki-Bennemann und die Spitzenathletin Kirsten Bruhn vor Ort.

 

Das Kuratorium des Deutschen Behindertensportverbandes.
Neue Kuratoriumsvorsitzende: Kirsten Bruhn © DBS

Vom Schwimmbecken ins Gremium – oder von der Athletin zur Kuratoriumsvorsitzenden: Nach der Beendigung ihrer aktiven Karriere im vergangenen Jahr ist die dreimalige Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn nun als neue Vorsitzende des Kuratoriums des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) gewählt worden. Ihr Stellvertreter ist Gerhard Janetzky.

Das neu gewählte Präsidium des Behinderten-Sportverbandes Berlin.
Das Präsidium des BSB © BSBerlin/Reinhard Tank

Berlins ehemaliger Innensenator Dr. Ehrhart Körting ist auf einem ordentlichen Verbandstag erneut zum Präsidenten des Behinderten-Sportverbandes Berlin (BSB) gewählt worden. Neue Vizepräsidentin Sport ist eine gute Bekannte aus dem Schwimmbecken: die dreifache Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Kirsten Bruhn. Zudem erhielt der langjährige Vizepräsident Finanzen für seine Verdienste die Senatsehrenplakette.

Thomas Härtel

Wer sehen und hören will, wie Frau durch Kampfsport Selbstbewusstsein tankt und Selbstbehauptung lernt, kommt am Mittwoch, den 10. Juni 2015 zum DOSB-Aktionstag „Starke Netze gegen Gewalt“ in den Berliner Hauptbahnhof. Jede dritte Frau in Deutschland hat laut der 2014 veröffentlichten FRA-Studie der Europäischen Union körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt.

Da der Gesetzgeber von ehrenamtlich tätigen Übungsleiterinnen und Übungsleitern, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, mittlerweile ein erweitertes Führungszeugnis verlangt, möchten wir Ihnen einen neuen Schritt zur Entbürokratisierung des Verfahrens vorstellen: Der Onlinebeantraung des erweiterten Führungszeugnisses. Seit 1. September 2014 gibt es ein neues Internetportal, welches die Onlinebeantragung des erweiterten Führungszeugnisses vom heimischen Computer aus ermöglicht. Damit kann der Weg zur Stadt- oder Gemeindeverwaltung zukünftig entfallen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter folgendem Link:
https://www.bundesjustizamt.de/DE/Presse/Archiv/2014/20140901.html?nn=3451904

Direkt zum Antragsportal 

Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten ist konstituiert.
Rörig: „Die Konstituierung des Betroffenenrats ist ein historisches Ereignis. Jetzt können Erfahrung und Kompetenz von Betroffenen kontinuierlich in die politischen Prozesse einfließen.“ Der Betroffenenrat, bestehend aus 15 Mitgliedern, wird in den kommenden Jahren die Arbeit des Missbrauchsbeauftragten begleiten. Die Mitglieder wurden durch ein Auswahlgremium – bestehend aus dem Missbrauchsbeauftragten und vier vom Deutschen Bundestag vorgeschlagenen Expertinnen – aus rund 200 Bewerbungen ausgewählt.

Seit dem 05.03.2015 gibt es im Onlineshop der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ (www.kein-raum-fuer-missbrauch.de) neue Flyer und Plakate zur Prävention von sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen. Sie richten sich mit spezifischen Informationen an Schulen und Sportvereine sowie ärztliche und therapeutische Praxen und können kostenfrei bestellt werden.