Häufigkeitsangaben zum sexuellen Missbrauch
Nicht zuletzt ausgelöst durch den sogenannten „Missbrauchsskandal“ 2010 und die Debatten am Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ sind in den letzten Jahren vermehrt Diskussionen über Häufigkeitsangaben des sexuellen Missbrauchs in Deutschland geführt worden. Immer wieder wurden Fragen zu Häufigkeiten und validen Zahlen an den Unabhängigen Beauftragten herangetragen, etwa zur Differenzierung nach Geschlecht, zur Häufigkeit von Schutz und Hilfen für Betroffene oder ob Missbrauch in Deutschland zunimmt oder zurückgeht. Bisher können diese Fragen aufgrund der aktuellen Datenlage nicht präzise beantwortet werden. Der Unabhängige Beauftragte hat deshalb eine Expertise zu Häufigkeitsangaben beauftragt, in der die aktuelle Datenlage für Deutschland im internationalen Vergleich dargestellt und Empfehlungen für das weitere Vorgehen aufgezeigt werden sollen.
