Aktuelles vom Blindenfußball

Torschuss beim Blindenfußball
Torschuss beim Blindenfußball © Carsten Kobow / Sepp-Herberger-Stiftung

Bald rollt der rasselnde Ball wieder in der Blindenfußball-Bundesliga. Die Weichen sind gestellt und die Vorbereitungen für den Start in die zwölfte Liga-Saison laufen auf Hochtouren. Los geht es mit einem Stadt-Spieltag am 11. Mai 2019 auf dem Burgplatz in der Kupferstadt Stolberg. Anschließend folgen Spieltage auf den Vereinsanlagen in Marburg, Dortmund und Stuttgart. 

Serdal Celebi © Picture Alliance
Serdal Celebi © Picture Alliance

Bei der Wahl zum Tor des Jahres 2018 der Sportschau hat der Blindenfußballer Serdal Celebi mit seinem Traumtor aus dem Monat August Platz drei erreicht. 11,46 Prozent der mehr als 180.000 abgegebenen Stimmen gingen an Celebi. Damit hat er mit nur 0,04 Prozent den zweiten Platz verpasst. Das Tor des Jahres hat Nils Petersen vom SC Freiburg erzielt.

Serdal Celebi © Picture Alliance
Serdal Celebi © Picture Alliance

Er ist der erste blinde Fußballer der es geschafft hat das “Tor des Monats” der ARD Sportschau zu erzielen: Serdal Celebi aus Hamburg. Der Physiotherapeut ist leidenschaftlicher Fußballer beim 1. FC St. Pauli in der Blindenfußball-Bundesliga. Nun steht er zur Wahl für das „Tor des Jahres“.

Serdal Celebi
Serdal Celebi © picture alliance

Erstmals in der Geschichte des Tor des Monats in der ARD-Sportschau hat ein Blindenfußballer gewonnen. Gewählt wurde Serdal Celebi vom FC St. Pauli mit seinem sehenswerten Treffer in den Winkel beim Final-Spieltag der Blindenfußball-Bundesliga. Trotz des Traumtors hatte St. Pauli im Endspiel um die deutsche Meisterschaft mit 1:2 gegen den MTV Stuttgart verloren.

Spieler des MTV Stuttgart
Spieler des MTV Stuttgart © Carsten Kobow, Sepp-Herberger-Stiftung

Routine schlägt Jugend, der Rekordmeister besiegt den Titelverteidiger. Der MTV Stuttgart gewann durch einen 2:1-Sieg (1:0) über den FC St. Pauli zum sechsten Mal die Deutsche Meisterschaft im Blindenfußball. „Die Erfahrung hat den Ausschlag gegeben“, sagte Stuttgarts Alexander Fangmann. „Wenn wir zwei Minuten vor der Halbzeit das sechste Teamfoul kassieren, bekommt St. Pauli einen Penalty und gleicht vielleicht aus. Aber wir haben in dieser kritischen Phase einfach sehr ruhig gespielt.“ Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft erzielte beide Tore. Auch auf dem Düsseldorfer Burgplatz lockte das attraktive Spiel viele Zuschauer. Beim Finale war die Tribüne bis auf den letzten Platz besetzt. Über den Tag verfolgten rund 5.000 Zuschauer den Finaltag.

St. Pauli
St. Pauli © Carsten Kobow, Sepp-Herberger-Stiftung

Zwischen Rhein und „Kö“ steigt am Samstag das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft im Blindenfußball. Mitten auf dem Düsseldorfer Burgplatz treten Titelverteidiger FC St. Pauli und Rekordmeister MTV Stuttgart zum Finale (Anstoß 17.15 Uhr) an. Erwartet wird eine hochklassige und hart umkämpfte Partie. Neben dem Final-Spiel können sich die Zuschauer auf die Austragung von zwei weiteren Platzierungsspielen freuen. Die Veranstalter rechnen bei freiem Eintritt und spätsommerlichen 20 Grad über den Tag verteilt mit 5.000 Zuschauern.

Zweikampf an der Bande
Zweikampf an der Bande © Carsten Kobow

In Dortmund hat am vergangenen Wochenende der letzte Vorrundenspieltag der Blindenfußball-Bundesliga Saison 2018 stattgefunden. Am Samstag und Sonntag ging es für die sieben Teams um die Qualifikation für die Platzierungsspiele, die beim Final-Spieltag am 25. August in Düsseldorf ausgetragen werden. Der MTV Stuttgart und der FC St. Pauli gewannen jeweils ihre Partien und stehen im Finale um die Deutsche Meisterschaft im Blindenfußball. Das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 endete 0:0-Unentschieden.