Aktuelles von Paris 2024

Thomas Wandschneider beim Schlag
Thomas Wandschneider © Kevin Voigt / DBS

In einem spektakulären Para Badminton-Krimi hat sich Thomas Wandschneider in seinem zweiten Einzelspiel als Gruppenerster direkt für das Halbfinale am Sonntag qualifiziert. Mit 103 Minuten Spieldauer geht die Drei-Satz-Partie (24:22/12:21/21:16) in die noch junge paralympische Geschichte des Para Badminton ein. Länger hat bei den Spielen noch kein Match in dieser Sportart gedauert.

Léon Schäfer beim Weitsprung mit seiner Oberschenkel-Prothese. Im Hintergrund sieht man die Weitenmarkierung und viele Zuschauer.
Léon Schäfer © Kevin Voigt/DBS

Léon Schäfer ist im Weitsprung bei den Paralympics in Paris Vierter geworden. Der Weltmeister von 2019, 2023 und 2024 blieb nach seiner Silbermedaille in Tokio 2021 dieses Mal ganz ohne Medaille. Mit 6,93 Metern fehlten acht Zentimeter zum Bronzerang, zum Sieg sogar 75 Zentimeter. Gold gewann der Niederländer de Jong in Weltrekord-Weite.

Mira Jeanne Maack freut sich über ihre Bronzemedaille
Mira Jeanne Maack © Ralf Kuckuck / DBS

Am dritten Wettkampftag der Para Schwimmer gab es die zweite Medaille: Mira Jeanne Maack kam über die 100 Meter Brust (S8) als Dritte ins Ziel und verbesserte nochmals ihren deutschen Rekord vom Vormittag. Naomi Maike Schwarz feierte ein emotionales Comeback (100 Meter Rücken, S12) und schwamm ebenfalls deutschen Rekord. Johanna Döhler, die jüngste Athletin im gesamten Team D Paralympics, gab zudem ihr Debüt in Paris.

Marcus Klemp konnte sich nicht für das Finale in Paris qualifizieren
Marcus Klemp © Florian Schwarzbach / DBS

Bei den Hoffnungsläufen ging es für das einzige deutsche Boot um alles. Im PR1 Männer-Einer musste Marcus Klemp (ORC Rostock) an den Start, um sich den Einzug ins Finale zu sichern. Während Klemp um seine Chance kämpfte, nutzten der Vierer und der Zweier die Gelegenheit, nach den heutigen Hoffnungsläufen eine Trainingseinheit einzulegen und sich optimal auf die A-Finals am Sonntag vorzubereiten.

Deutschlands Rollstuhlrugby-Nationalspieler Marco Herbst musste mit seinem Team die dritte Niederlage im dritten Gruppenspiel hinnehmen. Auf diesem Foto hat er den Ball auf seinem Schoß, versucht die Lücke in der Hintermannschaft der USA zu finden.
Marco Herbst © Kevin Voigt

Die Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft sammelt weiter Erfahrung auf höchstem Niveau – gegen die USA, die bei den vergangenen Paralympics in Tokio die Silbermedaille gewannen, verlor das Team von Trainer Christoph Werner mit 47:57. Große Auswirkungen hat die Niederlage nicht, denn das Halbfinale hatte die deutsche Auswahl bereits vorher verpasst. Die Mannschaft spielt nun in der Platzierungsrunde.

Thomas Schmidberger und Valentin Baus mit ihren Medaillen bei der Siegerehrung.
Thomas Schmidberger & Valentin Baus © Mika Volkmann / DBS

Valentin Baus und Thomas Schmidberger gewinnen Silber im Doppel und sichern somit die zweite deutsche Medaille im Para Tischtennis. Gegen die favorisierten Chinesen um Superstar Panfeng Feng zogen sie mit 0:3 (9:11, 5:11,6:11) den Kürzeren. Der volle Fokus liegt jetzt auf den Einzel-Wettbewerben.

Die Stärke von Rollstuhltennis-Spielerin Katharina Krüger ist die rechte Vorhand. Gegen die Niederländerin Diede de Groot kam sie aber nicht so zum Erfolg wie erhofft.
Katharina Krüger © Mathias Schulz

Für Katharina Krüger, Deutschlands einzige Rollstuhltennis-Spielerin bei den Paralympics in Paris, sind die Spiele bereits nach der ersten Runde zu Ende. Gegen die Weltranglisten-Erste und klare Favoritin Diede de Groot unterlag die gebürtige Berlinerin mit 1:6 und 0:6.