„Große Vorfreude“ bei den Para Kanuten
Drei der fünf Athletinnen und Athleten feiern in Tokio ihre Pralympics-Premiere.
Drei der fünf Athletinnen und Athleten feiern in Tokio ihre Pralympics-Premiere.
Hamburg – Naka – Tokio. Drei wichtige Orte für Anja Adler und zugleich die drei letzten Stationen auf ihrer „Road to Tokyo“ hin zu den Paralympics in Japan. Mit ihrer ersten Teilnahme an den Spielen geht für sie ein Kindheitstraum in Erfüllung, wie sie sagt. „Die Vorfreude ist riesig“, schwärmt die 32-Jährige. „Man merkt, dass es langsam ernst wird.“
Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat sechs Athletinnen und Athleten bestätigt, die im Refugee Paralympic Team (RPT) bei den Paralympischen Spielen in Tokio starten werden. Darunter ist auch der syrische Geflüchtete Anas Al Khalifa, der seit vier Jahren in Deutschland lebt und auch seit diesem Jahr im deutschen Para Kanu-Team trainiert.
Aufregende Tage liegen hinter den deutschen Para Kanut*innen – zunächst die Teilnahme an den Finals 2021 in Duisburg inklusive TV-Beitrag bei ZDF Sport, dann die EM in Polen. Das Team ließ sich jedoch nichts von den Reisestrapazen anmerken und freute sich über hervorragende Ergebnisse – u.a. gab es zweimal Gold und zweimal Bronze zu bejubeln.
Bei den Para Kanut*innen geht es Schlag auf Schlag. Einige bestreiten innerhalb weniger Tage sogar zwei Wettkämpfe in zwei verschiedenen Ländern. Zuerst geht es zu den Finals nach Duisburg. Dann folgt die EM in Polen. Edina Müller, Anja Adler, Katharina Bauernschmidt und Annette Kummer werden an beiden Veranstaltungen teilnehmen.
Am 25.Juni 2021 findet in Brandenburg/Havel die zweite nationale Klassifizierung Para Kanu statt. Eine Meldung ist bis zum 11. Juni 2021 bei Christel Schlisio, Referentin Klassifizierung im Ressort Parakanu im DKV, via E-Mail möglich.
Beim Weltcup und Paralympic Qualifier im ungarischen Szeged holte sich Anja Adler ihren ersten Weltcup-Sieg in der Startklasse Kl 2. Ein zweiter Platz von Annette Kummer sowie ein dritter Platz von Katharina Bauernschmidt im Va´a vervollständigten den Medaillensatz. Felicia Laberer sorgte zudem für einen Quotenplatz für die Paralympics in Tokio.