Aktuelles von der Para Leichtathletik

Tom Sengua Malutedi beim Speerwurf
Tom Sengua Malutedi © Mika Volkmann

Zum Auftakt in die Paralympics-Freiluftsaison präsentierten sich die Para Leichtathletinnen und Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen in starker Form. Neben einem deutschen Rekord für Speerwerfer Tom Sengua Malutedi gab es internationale Spitzenzeiten für Johannes Floors und Irmgard Bensusan – und sechs Bestleistungen für den Nachwuchs.

Yannis Fischer
Yannis Fischer © Marion Peters

Vier Podestplätze konnte das dezimierte Para Leichtathletik Team beim Grand Prix im tunesischen Tunis erreichen. Für den größten Erfolg sorgte der junge Baden-Württemberger Yannis Fischer im Kugelstoßen. Das vierköpfige Team trat allein aus Gründen der Klassifizierung für die Paralympischen Spiele in Tokio 2020 bei dem Event an.  

Niko Kappel beim Kugelstoßen
Niko Kappel © Binh Truong / DBS

Auch im diesjährigen Trainingslager der Para Leichtathlet*innen fanden die traditionsreichen internen Lehrgangs-Abschlusswettkämpfe des Blocktrainers Wurf stehend statt. Aus Mangel an Freiluftwettkämpfen wurden sie als „Throwers Cup“ ausgerichtet, um die Weltranglistenplatzierung der Athlet*innen zu verbessern.

Niko Kappel
Niko Kappel © Jens Zimmermann

Für die Verleihung des DJK-Ethik-Preis des Sports hat das zuständige Kuratorium in diesem Jahr Niko Kappel, den Paralympics-Sieger im Kugelstoßen von Rio 2016, gewählt. Der Grund dafür sei unter anderem sein Einsatz für die gleichberechtigte Teilhabe und sein herausragendes Engagement für Inklusion. Der offizielle Termin für die Preisverleihung in diesem Jahr steht noch nicht offiziell fest.

Johannes Floors beim Sprint
Johannes Floors © Jörg Frischmann

Teammanager Jörg Frischmann war erstaunt über die Vielzahl an Top-Leistungen und deutschen Rekorden beim Para Leichtathletik-Wettkampf in der Erfurter Hartwig-Gauder-Halle. „Auch wenn die Situation in der Halle mehr an ein Training erinnert hat, war bei den Athlet*innen zu spüren, wie sehr sie die Wettkämpfe herbeigesehnt haben. Die Leistungen waren wirklich herausragend.“ Trotz leerer Ränge wohlgemerkt.

Dr. Susanne Eisenmann, Niko Kappel und Heinrich Popow (v.l.)
Dr. Susanne Eisenmann, Niko Kappel und Heinrich Popow (v.l.) © Jens Körner

Das ist ein Meilenstein: In Stuttgart hat sich der Verein zur Förderung der deutschen Para Leichtathletik gegründet. Ziel ist die Förderung talentierter Sportler*innen im Bereich der Para Leichtathletik. Diese sollen durch Talentsichtungen entdeckt und gezielt gefördert werden. Mit der Gründung des Fördervereins wird die Unterstützung der Para Leichtathletik institutionell und nachhaltig gestärkt.

Friedhelm Julius Beucher
Friedhelm Julius Beucher © picture alliance / DBS

Zum 1. November 2015 trat nach Beschluss des Internationalen Leichtathletik-Verbands (World Athletics) die Regel „144.3 (d)“ in Kraft, wonach die Teilnahme von Leichtathlet*innen bspw. mit einer Prothese an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften ausgeschlossen ist, sofern diese nicht nachweisen können, dass ihnen die „mechanische Hilfe“ keinen Vorteil verschafft. Nun hat sie der Internationale Sportgerichtshof (CAS) abgeschafft.