Aktuelles vom Para Radsport

Michael Teuber © UCI
Michael Teuber © UCI

Michael Teuber hat dem Druck standgehalten und die seit über 13 Jahren geltende und von ihm selbst aufgestellt Bestmarke für den Stundenweltrekord im Para Radsport deutlich überboten. Am Ende stand die Anzeige im Berliner Velodrom bei 171 Runden - 42,583 Kilometern.

Michael Teuber © Christian Teuber

Der fünfmalige Paralympics-Sieger Michael Teuber wird im Rahmen des Bahnradsport-Weltcups im Berliner Velodrom am 30. November einen Stunden-Weltrekordversuch unternehmen. „Ich freue mich über diese Bühne für ein Para Radsport-Event und erhoffe mir eine gewisse Signalwirkung für andere Rennfahrer“, so der 50-Jährige, der der bisher der einzige deutsche Paralympics-Sieger auf der Bahn ist. 2004 in Athen siegte er in der 3000-Meter-Einerverfolgung.

Patrick Kromer  (rechts) mit Thomas Schäfer
Patrick Kromer (rechts) mit Thomas Schäfer © Anna Woywodt

Seit Anfang der 1990er Jahre trägt der Bundestrainer der Para Radsportler den Namen Kromer. Auf Adelbert Kromer folgte 2011 sein Sohn Patrick. Doch die Ära Kromer im Deutschen Behindertensportverband ist nun vorbei. Nach fast acht Jahren hat der 39-Jährige sein Amt als Bundestrainer niedergelegt.

Jana Majunke auf dem Dreirad
Jana Majunke © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Beim letzten Weltcup der Straßen-Saison im Para Radsport hat das deutsche Team erneut unter Beweis gestellt, dass es im internationalen Vergleich ganz weit vorne mitfährt. Neben zahlreichen Podestplatzierungen und den Weltcup-Gesamtsiegen durch Michael Teuber und Hans-Peter Durst, sammelte das Team um Bundestrainer Patrick Kromer wieder wichtige Punkte für den Nations-Cup –die Wertung, die maßgeblich für die Qualifikation zu den nächsten Paralympischen Spiele ist.

Pierre Senska jubelt über Gold
Pierre Senska © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Mit seiner dritten WM-Titelverteidigung im Straßenrennen in Folge hat Pierre Senska bei der Para Radsport-WM im italienischen Maniago für ein weiteres Highlight des deutschen Teams gesorgt. Der 30-Jährige ließ der Konkurrenz keine Chance und überquerte die Ziellinie souverän mit einem 70-Meter-Vorsprung als Erster. Denise Schindler wurde hingegen auf den letzten Metern noch abgefangen, freute sich aber dennoch über ihre zweite Silbermedaille. Mit dreimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze sowie zahlreichen Top 10-Platzierungen, darunter sieben vierte Ränge, erzielten die deutschen Para Radsportler ein starkes Mannschaftsergebnis.

Andrea Eskau zeigt "Daumen hoch" für WM-Gold
Andrea Eskau © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Durch einen überragenden Zielsprint hat Andrea Eskau nach Silber im Zeitfahren mit dem Sieg im Straßenrennen den insgesamt 24. Weltmeister-Titel ihrer Karriere gefeiert. Und das nur viereinhalb Monate nach ihren überragenden Leistungen bei den Winter-Paralympics in PyeongChang. Zweifache Paralympics-Siegerin im Winter und nun Handbike-Weltmeisterin im Sommer – das muss der 47-jährigen Ausnahmeathletin erst einmal jemand nachmachen. Jeweils über Bronze freuten sich bei der Para Radsport-WM im italienischen Maniago zudem Vico Merklein und erneut Jana Majunke.

Matthias Schindler mit Freudentränen bei erster WM-Medaille
Matthias Schindler mit Freudentränen nach Silber © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Mit Silber im Einzelzeitfahren der Startklasse C3 setzte Matthias Schindler den Ereignissen des heutigen Zeitfahrens bei der Para Radsport-WM in Maniago die Krone auf. Nachdem bereits die erste Session am heutigen Vormittag mit Gold für Michael Teuber, Silber für Denise Schindler und Bronze für Jana Majunke sehr erfolgreich war, sorgte der 36-jährige Para Sportler für eine echte Überraschung. Es war zugleich seine Premiere.