Aktuelles vom Para Radsport

Denise Schindler
Denise Schindler © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Sie hat auf die Zähne gebissen und den Schmerzen getrotzt, nach 3000 Metern im kleinen Finale durfte Denise Schindler dann jubeln: In der Verfolgung gewann die 34-Jährige vom BPRSV Cottbus bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften im kanadischen Milton die Bronzemedaille in der Klasse C3. Ebenfalls über Bronze freute sich Maike Hausberger bei ihrem WM-Debüt.

Robert Förstemann und Kai Kruse bei der WM in Apeldoorn © Oliver Kremer / sports.pixolli.com
Robert Förstemann und Kai Kruse bei der WM in Apeldoorn © Oliver Kremer / sports.pixolli.com

Mit einem neunköpfigen Aufgebot fliegt das deutsche Para Radsport-Nationalteam zu den Bahnrad-Weltmeisterschaften nach Milton (Kanada). Die Wettkämpfe, die vom 30. Januar bis zum 2. Februar stattfinden, haben für die sieben Athleten und zwei Piloten im Jahr der Paralympics eine besonders große Bedeutung. „Das Ziel sind Medaillen, aber darüber hinaus geht es vor allem um wichtige Punkte und Plätze für die Spiele in Tokio“, sagt Bundestrainer Tobias Bachsteffel. Das deutsche Team verfügt dabei über eine gute Mischung: Zum einen besteht es aus erfahrenen Sportlern, zum anderen aus vielversprechenden neuen Gesichtern.

Große Freude bei Annika Zeyen auf dem Podium bei der Para Radsport-WM
Annika Zeyen © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Was für ein Abschluss, was für eine Medaillenausbeute: Am letzten Wettkampftag der Weltmeisterschaften im Para Radsport im niederländischen Emmen hat die deutsche Mannschaft ihren erfolgreichsten Tag gefeiert – mit sieben Medaillen, darunter drei Weltmeistertiteln. Handbikerin Annika Zeyen gewann bei ihrer ersten WM-Teilnahme überraschend das Straßenrennen der Klasse H3, zudem krönte sich Andrea Eskau zur Doppel-Weltmeisterin – ebenso wie Vico Merklein. Bereits der Start am Sonntag verlief perfekt mit dreimal Silber und einmal Bronze in den Dreirad-Klassen. Insgesamt gewann das deutsche Team acht Gold-, acht Silber- und drei Bronzemedaillen.

Maike Hausberger © Oliver Kremer, sports.pixolli.com
Maike Hausberger © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Zweimal Gold und Zweimal Silber für Deutschlands Para Radsportler: Maike Hausberger gewann bei ihrer ersten WM-Teilnahme das Rennen der Klasse C2, Steffen Warias sprintete in der Klasse C3 zu seinem dritten insgesamt WM-Titel. Zudem sorgten Kerstin Brachtendorf (C5) und Pierre Senska (C1) mit Silber für deutschen Medaillenregen im niederländischen Emmen.

Vico Merklein
Vico Merklein © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

In der letzten Zeitfahrsession der Weltmeisterschaft der Para Radsportler im niederländischen Emmen gab es zwei weitere Goldmedaillen für die deutschen Handbiker: Sowohl Vico Merklein als auch Andrea Eskau jubelten über das Weltmeistertrikot mit Regenbogenstreifen. Für Merklein war es nach vier Silbermedaillen der erste Weltmeistertitel.

Freude bei Hans-Peter Durst © Oliver Kremer, sports.pixolli.com
Freude bei Hans-Peter Durst © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Der Routinier und der Youngster jubeln: Am zweiten Zeitfahrtag der Weltmeisterschaften der Para Radsportler im niederländischen Emmen haben die deutschen Athleten bereits am Vormittag zwei Medaillen gesammelt. Dreiradfahrer Hans-Peter Durst gewann das Rennen der Klasse T2 und eroberte den Weltmeistertitel zurück, Maximilian Jäger wurde bei seiner ersten WM-Teilnahme direkt Zweiter in der Klasse T1.

Matthias Schindler jubelt bei der Siegerehrung über Silber
Matthias Schindler jubelt über Silber © Oliver Kremer / sports.pixolli.com

Als Vizeweltmeister 2018 gehörte Schindler mit zu den Favoriten und fuhr ein gutes Rennen. Er kam nach 42:17,14 Minuten ins Ziel – es war die zweitbeste Zeit. Gold gewann David Nicholas (Australien). „Ich konnte das abrufen, was ich mir vorgenommen habe“, sagte Schindler. „Ich bin die drei Runden relativ gleichmäßig gefahren. Es hat brutal weh getan, aber das ist klar. Ich freue mich extrem über den zweiten Platz – es ist für mich keine Niederlage, sondern ein Gewinn der Silbermedaille.“