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Bayer-Sitzvolleyballer erneut Deutscher Meister

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Der neue deutsche Meister: TSV Bayer 04 Leverkusen © Mika Volkmann

Die Sitzvolleyballer des TSV Bayer 04 Leverkusen sind vor heimischer Kulisse zum 24. Mal Deutscher Meister geworden. In einem spannenden Finale setzte sich die Mannschaft um Trainer Michael Overhage gegen das neu formierte Team vom Dresdener SC in fünf Sätzen durch. Zuvor hatte weder die Bayer-Auswahl noch das Team aus Dresden auch nur einen Satz im Turnier abgegeben. 

Einen wuchtigen Schlag von Lukas Schiwy hatte das Team des Dresdner SC noch abwehren können, doch dann visierte Dominik Albrecht von sich aus gesehen die rechte Ecke an und vollendete den Matchball zum 3:2 (20:25, 25:22, 24:26, 25:13, 15:9), nachdem Dresden zu Beginn des Finalspiels zwei Mal nach Sätzen geführt hatte.

Bayer-Trainer Michael Overhage freute sich mit seiner Mannschaft nach einem spannenden Spiel: „Dresden hat stark aufgespielt, sich gut auf uns vorbereitet und unsere Schwächen ausgenutzt. Wir haben es aber unnötig spannend gemacht und sind streckenweise mit zu wenig Selbstvertrauen aufgetreten. Glücklicherweise konnten wir uns fangen und das Spiel letztendlich verdient gewinnen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

Bis dahin hatten beide Teams das Turnier und ihre Vorrundengruppen dominiert, alle Spiele gewonnen und weder in der Vorrunde noch im Halbfinale Sätze abgeben müssen. Überraschungen gab es aber dennoch: In der Gruppe A, der Leverkusener „Vereinsmeisterschaft“, konnte sich die dritte Bayer-Mannschaft gegen die zweite durchsetzen und zudem den SCC Berlin 2:1 bezwingen, sodass zwei Teams der Gastgeber ins Halbfinale einzogen.

In Gruppe B setzte sich hinter Dresden Rheinland-Pfalz knapp und überraschend gegen den Vorjahres-Zweiten BV Leipzig durch, Anpfiff Hoffenheim wurde Vierter.

Im Halbfinale am Sonntagvormittag siegte Leverkusen I dann 2:0 gegen Rheinland-Pfalz, Dresden, das vor der Saison einige Spieler aus Leipzig bekam, bezwang Leverkusen III ebenfalls mit 2:0.

Das junge Team von Anpfiff Hoffenheim, das unter Ex-Nationaltrainer Rudi Sonnenbichler eine gute Weiterentwicklung zeigte, belegte schließlich Rang sieben durch einen Sieg gegen Leverkusen II, Berlin wurde gegen Leipzig Fünfter. Im Spiel um Platz drei führte Leverkusen III, verlor aber noch 1:2 gegen Rheinland-Pfalz, sodass diese ihren dritten Platz aus dem Vorjahr wiederholen konnten.

Im Endspiel kürte sich dann Gastgeber Leverkusen gegen Dresden zum Meister – auch wenn Trainer Overhage immer noch ein bisschen haderte: „Das hätten wir schneller haben können – aber im Endeffekt sind wir froh, dass wir den Titel verteidigen konnten und jetzt wieder ein Jahr Zeit haben, uns weiterzuentwickeln.“

Für die Nationalspieler, die beim Turnier dabei waren, stehen die nächsten Highlights schon bald an: Vom 20. bis 22. Oktober wird in Leverkusen beim Zühlsdorf-Cup mit der Nationalmannschaft aufgeschlagen, vom 4. bis 12. November ist dann die Europameisterschaft im kroatischen Porec.

Quelle: Nico Feißt

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