Para Leichtathletik: Junioren-WM in Nottwil

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Das deutsche Team für die Junioren-WM

Die Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London ist kaum vorbei, da gibt es schon das nächste Highlight: Die erste IPC-Junioren-Weltmeisterschaft im schweizerischen Nottwil von Donnerstag bis Sonntag. Bislang wurden die Junioren immer unter dem Dach der IWAS geführt, nun nimmt sich der Weltverband selbst der Herausforderung an. Nationaltrainerin Helena Pietsch hat dafür 17 Athletinnen und Athleten nominiert, 15 davon sind gleich am ersten Wettkampftag dran.

Während Dennis Rill und Vanessa Braun 2016 bei den Paralympics in Rio de Janeiro schon internationale Erfahrungen bei den Aktiven gesammelt haben, ist es für viele andere das erste internationale Highlight in der Karriere. „Wir hoffen, dass alle möglichst nah an ihre Bestzeiten kommen. Ob und wie viele Medaillen herausspringen können wir nicht sagen, weil wir die Konkurrenz nicht kennen“, sagt Pietsch. Das IPC verkündete, dass 350 Sportler aus 40 Nationen in die Schweiz kommen werden. Nottwil gilt gerade für Rennrollstuhlfahrer als eine der schnellsten Bahnen der Welt.

Lindy Ave wird übrigens nicht dabei sein. Die 19-Jährige hätte von ihrem Alter her noch starten dürfen, konnte aber in London schon Silber über 200 Meter und Bronze über 100 Meter gewinnen und konzentriert sich nun weiter auf ihre Ausbildung. Von der Stimmung her gefällt es dem deutschem Team bestens: An den Balkonen hängen Deutschland-Fahnen, was ein bisschen an das Olympische Dorf erinnert. Nach der Anreise am Sonntag wurden die Athleten seit Montag klassifiziert. „Es ist schon ein super Teamgeist entstanden und macht richtig Spaß“, sagt Pietsch.

Alle Wettkämpfe werden übrigens auf www.paralympic.org oder unter World Para Athletics bei Facebook live übertragen.

Der Kader:

U20:
Vanessa Braun, Johannes Hohl, Franz Koalick, Malcom Meißner, Moritz Raykowski, Dennis Rill.

U18: Tristan Ademes, Leonie Düring, Phil Grolla, Charleen Kosche, Felix Krüsemann, Paul Raub, Annegret Schneider, Lukas Schwechheimer, Klara Weh, Jonas Winkeler, Julia Würthen.


Quelle: Nico Feißt

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