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Mit Motorsport-Technik in die Loipe

Andrea Eskau setzt bei ihrer Goldmission in PyeongChang weiterhin auf Toyota

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Andrea Eskau © Toyota

Andrea Eskau vertraut bei den 12. Paralympischen Winterspielen im südkoreanischen PyeonChang weiterhin auf die Technologie der Toyota Motorsport GmbH (TMG). So wird die 46-Jährige 2018 mit einem neu konzipierten Leichtbau-Ski-Schlitten an den Start gehen. Schon in Sotschi hatte die Elsdorferin in einem Toyota-Schlitten zwei Paralympics-Siege bejubelt, die Zusammenarbeit zwischen der Athletin und Toyota besteht bereits seit fünf Jahren. Insgesamt blickt Eskau auf sechs paralympische Goldmedaillen und mehr als 20 WM-Titel zurück – und möchte ihre beeindruckende Sammlung in PyeongChang und auch in Tokio weiter ausbauen.

„Wir sind stolz darauf, Andrea in ihren Zielen und im Medaillenkampf bei den nächsten Winterspielen in PyeongChang und den Sommerspielen in Tokio zu unterstützen“, sagt Gerard Winstanley aus der Composite-Abteilung von TMG. „Sie zu unterstützen, ist nicht nur aus dem technologischen Aspekt heraus interessant, die Zusammenarbeit mit Andrea ist sehr angenehm und sehr inspirierend. Sie ist ambitioniert, hat einen großen Kampfgeist und gibt niemals auf.“

Dieses Bestreben beschreibt Andrea Eskau so: „Physisch konnte ich mich schnell auf ein recht hohes Leistungsniveau entwickeln, mir wurde aber klar, dass auf einem so professionellen Niveau die Ausrüstung unglaublich wichtig ist. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man durch reines Training keine Steigerungen mehr erzielt. Ich wurde durch eine Bekannte mit der Toyota Motorsport GmbH verbunden und man war gleich sehr aufgeschlossen und bereit, mich zu unterstützen.“

Inspiriert von den Erfahrungen im Rennsport tüfteln die TMG-Designer derzeit an einem neuen Ski-Schlitten für PyeongChang. Dessen Hauptaugenmerk liegt, dank besonderer Karbonfaser-Gewebegestaltung, auf der Gewichtsreduktion. Die Verringerung der Materialmenge und die damit verbundene 30-prozentige Gewichtsreduktion führen zu einer spürbaren Verbesserung in der Loipe. Bis zu den Paralympics im März stehen allerdings noch weitere Test an.

Der Entwicklungsprozess kam laut Eskau folgendermaßen in Gang: „Es begann mit dem Austausch von Ideen und der Erörterung der Möglichkeiten. Der erste Schritt war ein für mich von der TMG adaptierter Schlitten, womit ich bei den Winter-Paralympics 2014 in Sotschi zwei Goldmedaillen gewonnen habe. Im nächsten Schritt hat die TMG sich bereit erklärt, dieses Jahr einen komplett neuen Schlitten für mich zu bauen, der noch leichter, funktioneller und für meine Bedürfnisse noch besser abgestimmt sein wird, als das beim Vorgängermodell der Fall war. Das wird mir erlauben, mich auf den Biathlon und die schwierigen Schuss-Wettbewerbe zu fokussieren.“

Gemeinsam haben Andrea Eskau und Toyota die ersten Meilensteine auf der Reise zu den Paralympics nach PyeongChang und Tokio 2020 bereits gelegt – mit hoffentlich erneut erfolgreichen Resultaten.

Quelle: Toyota

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