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Goalball-Bundesliga: Chemnitz verteidigt den Titel

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Chemnitz jubelt über den zweiten Titel in Folge

Vor heimischem Publikum hat BFV Ascota Chemnitz am letzten Spieltag der Goalball-Bundesliga die Meisterschaft verteidigt und den zweiten Titel der Vereinsgeschichte gewonnen. Bereits nach ihrem vorletzten Spiel waren die Chemnitzer durch ein 13:6 gegen die SGV Dresden nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Zweiter wurde der BVSV Nürnberg mit Nationalspieler Thomas Steiger, der sich gemeinsam mit dem Rostocker Reno Tiede die Torjäger-Kanone schnappte, Dritter die SSG Blista Marburg.

Die Chemnitzer starteten mit einem deutlichen 13:3-Sieg gegen den Rostocker GC Hansa, im Anschluss setzte sich Nürnberg in einem lange offenen Spiel mit 13:6 gegen Dresden durch. Dann kam es zwischen Marburg und Rostock zum ersten Showdown des Tages. Rostock nutzte einige Unsicherheiten in der Marburger Abwehr aus, gewann mit 12:8 und zog in der Tabelle an Marburg vorbei auf Rang drei. Dadurch war klar, dass Chemnitz mit einem Sieg gegen Dresden die Meisterschaft bereits perfekt machen konnte. Und der Favorit mit Nationalspieler Oliver Hörauf gab sich keine Blöße und jubelte nach dem 13:6 über den zweiten Titel in Folge. "Die Freude ist sehr groß. Ich habe vor sieben Jahren hier angefangen, da waren wir noch Letzter bei der deutschen Meisterschaft - und jetzt holen wir zum zweiten Mal in Folge den Titel. Hier hat sich etwas ganz Tolles entwickelt, das sieht man auch an Spielern wie Oliver Hörauf", erklärt Trainer Sascha Timaeus.

Es folgte eine spektakuläre und torreiche Partie zwischen Nürnberg und Rostock. Die Rostocker gingen mit 3:0 in Führung, mussten sich allerdings am Ende klar mit 11:20 geschlagen geben. Damit sicherten sich die Franken die Vize-Meisterschaft und Nürnbergs Thomas Steiger wurde gemeinsam mit Rostocks Reno Tiede mit jeweils 53 Treffern Torschützenkönig. "Das ist ein toller Erfolg für uns Nürnberger, unsere beste Platzierung überhaupt und ich selbst bin natürlich auch wahnsinnig glücklich über die Torjäger-Kanone", sagt Thomas Steiger. 

In der letzten Begegnung traf dann der amtierende Meister auf den Rekordmeister: Chemnitz gegen Marburg. Es entwickelte sich ein spannendes Match, in dem Chemnitz meist vorne lag. Doch 70 Sekunden vor Schluss gelang Marburg der Ausgleich und zehn Sekunden vor Abpfiff sogar das 7:6, so dass sich das Team um den stark aufspielenden Nationalspieler Michael Feistle noch auf Rang drei schob. "Es war eine wahnsinnig spannende Saison, gerade im Kampf ums Podium aber auch um den Klassenerhalt, mit 489 Toren in 27 Spielen. Wir hoffen, dass es auch im kommenden Jahr wieder so dramatisch zugeht", resümiert Bundesliga-Organisator Stefan Hawranke.


Abschlusstabelle:

1. BFV Ascota Chemnitz
2. BVSV Nürnberg
3. SSG Blista Marburg I
4. Rostocker GC Hansa
5. SGV Dresden
6. FC St. Pauli
7. SSV Königs Wusterhausen
8. SSG Blista Marburg II
9. SpVgg 03 Ilvesheim
10. L. E. Sport Leizig

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