Aktuelles aus dem Bereich Inklusion

Interview-Serie Inklusion: Raúl Aguayo-Krauthausen

In einer mehrteiligen Interviewreihe „Inklusion bedeutet Teilhabe aller am alltäglichen Leben!“ befragt der Deutsche Behindertensportverband (DBS) Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben. Diesmal spricht Raúl Aguayo-Krauthausen, ein in Berlin lebender Aktivist, der sich für unterschiedliche soziale Projekte einsetzt und selbst aktiv einige Projekte ins Leben gerufen hat, im Interview über das Thema Inklusion.

In meinem Leben spielt Inklusion eine Rolle, weil …

…ich als Mensch mit Behinderung an allen Bereichen des Lebens teilhaben möchte – unabhängig und frei, d.h. ohne ständig darum bitten zu müssen oder permanent mit sichtbaren und unsichtbaren Barrieren konfrontiert zu werden.

Ein gutes Beispiel für Inklusion ist für mich: …

…der integrative Kindergarten in dem ich war, das “Kinderhaus” in Berlin-Friedenau. Behinderte und nicht-behinderte Kinder können hier gemeinsam und ganz selbstverständlich das tun, was alle Kinder tun: miteinander spielen und Freundschaften schließen.

Der Weg zur Inklusion ist noch steinig, weil …

es immer noch so viele Bedenkenträger gibt, die meinen, dass Inklusion zu viel Geld kostet. Und es immer noch zu viele weitere Menschen gibt, die sich schnell mit diesem Argument zufrieden geben, anstatt auch die langfristigen, positiven finanziellen Wirkungen zu betrachten.

Ich fördere Inklusion, indem ich …

…mich bei den SOZIALHELDEN mit Projekten wie Wheelmap.org oder Leidmedien.de für barrierefreie Orte und eine klischeefreie Darstellung von Menschen mit Behinderung einsetze. Die Ziele, die diesen und vielen weiteren Projekten unseres gemeinnützigen Vereins zugrunde liegen, vertrete ich als Aktivist, Blogger und Buchautor auch gegenüber der Öffentlichkeit. Denn das erste, was wir für den Prozess der Inklusion gemeinsam angehen müssen, ist die Barriere in den Köpfen.

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Raúl Aguayo-Krauthausen © Andi Weiland/Sozialhelden e.V.

Raúl Aguayo-Krauthausen

Ein in Berlin lebender Aktivist

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