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Neue Trikots für Frauenfußball-Teams in Werkstätten

Verena Hagedorn in Hephata Werkstatt Bild vergrößern
Verena Hagedorn mit dem Werkstatt-Team © Carsten Kobow

Staunende Gesichter, pure Begeisterung und ein Satz neue Trikots – das waren die Resultate des Besuchs von Verena Hagedorn beim Frauenfußball-Team der Hephata Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Mönchengladbach. Die ehemalige Nationalspielerin und aktuelle Trainerin des Frauen-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen überreichte den Spielerinnen im Auftrag der Sepp-Herberger-Stiftung eine Materialspende des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

„Könnt ihr auch so jonglieren?“ fragte Verena Hagedorn in die Runde. Die staunenden Gesichter der Spielerinnen des Frauenfußball-Teams der Hephata Werkstätten in Mönchengladbach gaben ihr die Antwort. Die ehemalige Nationalspielerin und aktuelle Trainerin des Frauen-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen hielt den Ball mühelos im Sitzen in der Luft. „Klasse, wie ihr mit dem Ball umgehen könnt“, lobte Hagedorn, als die Spielerinnen beidfüßig über den Platz dribbelten. Das Frauenfußball-Team der Werkstatt für behinderte Menschen aus Mönchengladbach hatte sichtlich Spaß mit der „neuen Trainerin“. Doch Verena Hagedorn war nicht nur zu Gast, um den „Mädels“ neue Tricks beizubringen. Die Fußballfachfrau überreichte im Auftrag der Sepp-Herberger-Stiftung eine Materialspende des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Aus den Beständen der Frauen-Nationalmannschaften hat der DFB für Frauen-Fußballteams aus ganz Deutschland, die einer Werkstatt für behinderte Menschen angehören, Trainingskleidung bereitgestellt. Insgesamt wurden zehn Werkstätten unterstützt. Nach einer Rundführung durch die Mönchengladbacher Werkstatt übergab Verena Hagedorn die Spende stellvertretend für das bundesweite Engagement an die Fußballerinnen der Hephata Werkstätten. Als Dank blickte die 34-jährige Fußball-Lehrerin in strahlende Gesichter. „Unsere Spielerinnen sind sehr stolz darauf, dass sie nun in DFB-Trikots miteinander Fußball spielen dürfen“, beschrieb Sonja Zeigerer, Mitarbeiterin der Hephata Werkstätten und eine der vier Trainerinnen des Teams, die Gefühlslage.

Sport spielt in den bundesweit rund 700 Werkstätten für behinderte Menschen eine wichtige Rolle. Gerade der Fußballsport hat hier eine besondere Bedeutung. Die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen ist der jährliche sportliche Höhepunkt im Werkstattfußball. Seit dem Jahr 2013 veranstaltet die Sepp-Herberger-Stiftung gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) und weiteren Partnern neben dem Herrenturnier auch eine Frauenkonkurrenz.

Im letzten Jahr haben am Frauenturnier bereits acht Mannschaften teilgenommen. „Unser Wunsch ist es, dass wir schon bald Teams aus allen Bundesländern zu diesem Turnier in Duisburg begrüßen dürfen. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit der BAG WfbM das Ziel gesetzt, den Frauenfußball für Menschen mit einer geistigen oder psychischen Beeinträchtigung weiter zu fördern. Mit der Materialspende wollen wir einen weiteren Beitrag dazu leisten, die gesellschaftliche Teilhabe durch Fußball zu fördern“, betonte Tobias Wrzesinski, Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung.

Zwei Spielerinnen des Teams der Hephata Werkstätten gehen bereits in der zweiten Mannschaft eines regionalen Fußballvereins ihrem Lieblingssport nach. „Der Fußball hat einen erheblichen Effekt auf die Steigerung des Selbstwertgefühls unserer Mitarbeiterinnen. Wir sind sehr froh, dass wir durch die Sepp-Herberger-Stiftung und die BAG WfbM für den Fußball in unserer Werkstatt eine solch große Unterstützung erfahren“, bedankte sich Klaus-Dieter Tichy, kaufmännischer Vorstand der evangelischen Stiftung von Hephata, abschließend.

Quelle: SID Marketing

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