Sportschießen

Norbert Gau beim Sportschießen© Uli Gasper / DBS
Norbert Gau beim Sportschießen© Uli Gasper / DBS

Sportschießen ist eine Präzisionssportart, bei der Einzelschützen/innen oder auch Mannschaften in insgesamt acht verschiedene Gewehr- und vier Pistolendisziplinen gegeneinander antreten können.

Sportschützen/innen vom Jugendlichen bis zum/r Senior/in trainieren auf körperliche Fitness, mentale Stärke und Konzentration. Das Sportschießen kann einen Menschen das Leben lang bis ins hohe Alter begleiten, das Verletzungsrisiko ist nahe Null und für Menschen mit Behinderung gibt es zahlreiche Hilfestellungen sowie eine Vereinsstruktur, die ein positives Miteinander leichtmachen. Hobbyschützen/innen werden gern gesehen und wer auf Leistung trainieren möchte, findet Meisterschaften und Rundenwettkämpfe bis hin zu den Paralympischen Spielen. Das ermöglichen in Deutschland über 14 000 Schützenvereine mit fast 1,4 Millionen Mitgliedern.

Beschreibung

Geschossen wird in erster Linie auf schwarze runde Zielscheiben mit einer Zehnereinteilung. Je näher man die Treffer in der Mitte platzieren kann, umso mehr Ringe/Punkte erhält man. Es gibt auch Disziplinen bei denen nicht auf eine feststehende Schießscheibe, sondern auf spezielle Wurfscheiben geschossen wird. Sehr beliebt sind Kleinkaliberdisziplinen, die bis zu einer Entfernung von 100 Meter geschossen werden. Finden diese im Freien statt, ist dies eine zusätzliche Herausforderung für den/die Schützen/in: Wärme, Kälte, Regen und wechselnde Lichtverhältnisse wollen berücksichtigt werden.

Die jüngsten Schützen/innen nutzen Lichtgewehre bzw. Lichtpistolen. Jugendliche und Erwachsene starten mit typischen Einstiegswaffen wir Luftgewehr und Luftpistole (max. 7,5 Joule Energie). Für das Schießen mit Waffen mit über 7,5 Joule benötigt man eine spezielle Erlaubnis. Hierfür legen Schützen/innen eine Sachkundeprüfung ab und belegen zusammen mit dem Schützenverein den Bedarf.

Material

Grundsätzlich benötigt man für die Sportart eine Sportwaffe und Zielscheiben. Um das Schießen zu beginnen, reicht es im Normalfall jedoch aus, einem Verein beizutreten, da diese zumeist Vereinswaffen zur Verfügung stellen. Je nach Behinderungsart müssen darüber hinaus spezielle Hilfsmittel angeschafft werden.

Anpassungsmöglichkeiten

Sportschießen bedeutet echte Inklusion. Wer mit Behinderung in den Schießsport einsteigen möchte, erhält eine Klassifizierung, die klärt, mit welchen Hilfsmitteln er/sie schießt. Diese wird transparent in den Hilfsmittelausweis eingetragen. So erhält ein/e Schütze/in, der/die nicht ausreichend stehen kann, beispielsweise einen Hocker. Es gibt einen Federständer als Auflage für Schützen/innen, die das Gewehr nicht halten können. Für blinde Personen gibt es Waffenaufbauten, damit nach Gehör geschossen werden kann. Auch ein/e Ladehelfer/in kann gestellt werden. Dazu ermöglichen verschiedene Umbauten an den Waffen, dass wirklich jede/r mit Behinderung am Sportgeschehen teilnehmen kann. Für Epileptiker/innen empfiehlt sich ein Beratungsgespräch. Durch den Hilfsmittelausweis können Schützen/innen mit Behinderung zusammen mit Schützen/innen ohne Behinderung trainieren und Wettkämpfe bestreiten.