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Jahrestreffen für Menschen mit Plexusparese

Veit Schopper © Plexuskinder e.V. Bild vergrößern
Veit Schopper © Plexuskinder e.V.

Zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die mit einer Plexusparese leben, kamen zum Plexuskinder e.V. Jahrestreffen nach Petershagen, um sich zu informieren und um sich mit anderen Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten auszutauschen. Die Sportler Steffen Lehmker und Veit Schopper berichteten den Teilnehmern von ihrer sportliche Laufbahn mit diesem Handicap.

Plexusparese ist eine Nervenerkrankung, bei der ein Arm von Geburt an gelähmt ist. Sie kann jedoch auch bei Erwachsenen im Laufe des Lebens auftreten. Es handelt sich um eine schwer therapierbare Verletzung des seitlichen Nervengeflechts am Hals.

Der 29-jährige Veit Schopper, Student an der Sporthochschule Köln, hatte als Jugendlicher einen schweren Motorradunfall und verlor dabei seinen linken Fuß inklusive des Knies. Zudem wurden die Nerven in seinem linken Arm schwer geschädigt. Seine Interessen haben sich inzwischen weg von der Para Leichtathletik in Richtung Kraftsport und CrossFit orientiert. Wie wichtig Sport bei einer Behinderung ist und was für einen positiven Einfluss Sport auf die Psyche hat, interessiert ihn sehr.  Eltern und Plexuskindern riet er, einen Weg zum Sport zu suchen. „Probiert es aus, nicht verzagen, nicht aufgeben.“ In einem Workshop für betroffene Jugendliche und Erwachsene teilte er viele Tipps und Ideen aus seiner Erfahrung im Sport.

Steffen Lehmker ist aktiver Biathlet und gewann in PyeongChang Bronze mit der Staffel. Er hat eine geburtstraumatische Plexusparese. Derzeit schließt er sein Studium als Berufsschullehrer für Sport  und Wirtschaft auf Lehramt ab. Seine Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Inklusion im Sportunterricht. Da Steffen Lehmker bei der Ehrung der Para Sportler des Jahres für seinen Erfolg in PyeongChang mit seinen Teamkollegen als Para Mannschaft des Jahres ausgezeichnet wurde und daraufhin das Trainingslager mit der Para Ski nordisch-Nationalmannschaft verlegt wurde, konnte er nicht zum Jahrestreffen erscheinen. Stattdessen meldete er sich mit einer Videobotschaft, in der er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Mut zusprach und motivierte Sport zu treiben.

Quelle: Plexuskinder e.V.

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