Bootsklasse

Die Bezeichnung des angepassten (adaptive) Ruderns bezieht sich darauf, das Bootsmaterial an die Erfordernisse der Gehandicapten anzupassen. Die Bootsform ist weitgehend standardisiert. Nach FISA-Reglement sind die folgenden Bootsklassen möglich: gesteuerten Vierer (4+), Doppelzweiers (2x), Einer (1x).

Im Fall des gesteuerten Vierers handelt es sich um einen Bootstyp, der in den Rudervereinen auch von Nichtbehinderten gefahren wird. Innerhalb des Wettkampfreglements des Handicapbereichs ist die Position des Steuerplatzes auf das Heck beschränkt, zu einem Großteil kommen bei den Nichthandicaplern allerdings buggesteuerte Boote zum Einsatz. Die Bootsformen des Doppelzweiers und des Einers weisen gegenüber den im Rennrudern üblicherweise eingesetzten Booten durch ihre größere Breite eine höhere Kippstabilität auf, die durch zusätzliche Schwimmer noch weiter erhöht wird. Generell sind diese Boote auch für Nichtbehinderte ruderbar, da die Boote allem Notwendigen wie Stemmbrett und Rollsitz ausgestattet sind. Erst als Folge der Startklassen wird der 2x und 1x mit Festsitzen ausgestattet, da der Einsatz der Beine hier nicht wie auf einem Rollsitz im 4+ möglich ist. Zusätzlich ist im 1x eine Fixierung vorhanden.