Aktuelles aus Vancouver 2010

Deutsche Curling-Mannschaft qualifiziert sich für die Paralympics

Zur optimalen Vorbereitung ist die Mannschaft um Trainer Helmar Erlewein bereits eine Woche vor Wettkampfbeginn nach Vancouver gereist: „Wir konnten uns so auf die Umstände und die Zeitverschiebung einstellen“, berichtet Jäger. Während des einwöchigen Turnieres galt es sich gegen neun Nationen durchzusetzen: Kanada, Norwegen, Korea, Schottland, Italien, Schweden, Schweiz, USA und China. 

In der Vorrunde erspielte sich das Team mit Caren Totzauer, Astrid Hoer, Jens Gäbel, Marcus Sieger und Jens Jäger den ersten Platz mit 7:2 Siegen. Dabei wurde der amtierende Weltmeister Norwegen und Vizeweltmeister Korea auf die Plätze verwiesen. Im Norwegenspiel sorgte das deutsche Team für einen neuen Rekord im Rollstuhlcurling: noch nie zuvor gelang es einer Rollstuhlcurling-Mannschaft vier Blankends (keine Punkte im End) in Folge zu spielen. Das kommt eigentlich nur bei Fußgängern vor. 

Mit der Platzierung aus der Vorrunde war der direkte Einzug in die Finalrunde erreicht. Dort musste sich das deutsche Team den Mannschaften aus Kanada und Schweden geschlagen geben. „Die Schweden haben im Spiel gegen uns eine superstarke Leistung gezeigt und es mit Kanada verdient um die ersten zwei Plätze zu spielen“, berichtet Jäger.
Die Deutschen mussten nun um Platz drei gegen die USA spielen. Das hochspannende und bis zum letzten Stein immer offene Spiel gegen den amerikanischen Skip Augosto Perez konnte durch einen sensationell gespielten letzten Stein des deutschen Skip Jens Jäger letztendlich für die Auswahl aus Deutschland entschieden werden. Deutschland sicherte sich somit die Bronzemedaille. Die bewegende Abschlussfeier mit der anschließenden Siegerehrung rührte die Bronzegewinner zu Tränen. „Wir sind überglücklich und sehr stolz auf das was wir hier geleistet haben“, so der Trainer der Nationalmannschaft Helmar Erlewein.

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