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Bitterer Ausgang für Georg Kreiter

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Es sollte einfach nicht sein. Die Enttäuschung bei Georg Kreiter war riesengroß. Eine Medaille wollte der 29-jährige Monoskifahrer von den Paralympics aus Sotschi mitnehmen. Und Kreiter lag im Riesenslalom nicht nur nach dem ersten Durchgang auf einem aussichtsreichen vierten Platz, sondern war im zweiten Lauf richtig stark unterwegs, fuhr im oberen Bereich sogar Bestzeit. Doch es folgte der bittere Ausfall. „Bis zu der Stelle habe ich eigentlich alles richtig gemacht. Dann kam unerwartet eine Welle, vielleicht hat auch die Linie in dem Moment nicht richtig gestimmt“, sagte der deprimierte Thanninger. Aus der Traum von der Medaille. „Nach feiern ist mir jetzt nicht zumute“, erklärte Kreiter.

Bester Deutscher war im Alpin Center in Rosa Khutor somit Thomas Nolte. Sein achter Platz änderte aber nichts daran, dass das deutsche Monoski-Trio ohne Medaille in die Heimat zurückkehrt. „Die Leistungsdichte ist bei uns sehr hoch, die Konkurrenz stark. Alle sind voll auf Attacke gefahren und es war ein richtig guter Wettkampf“, betonte Nolte. Mit seiner Leistung war der 29-Jährige zufrieden. „Das war mehr, als ich mir im Riesenslalom ausgerechnet hatte und ich habe die Fahrt sowie die Stimmung noch einmal richtig genossen.“ Wermutstropfen sei aber gewesen, dass es für Georg Kreiter leider nicht zu einer Medaille gereicht habe, so Nolte, der das Treppchen im Slalom und in der Super Kombination ebenfalls knapp verpasst hatte. Gar nicht um Medaillen kämpfen konnte Franz Hanfstingl. Der 33-Jährige hatte sich bereits in der Abfahrt am vergangenen Samstag eine Rippenverletzung zugezogen. Seitdem war Hanfstingl zum Zuschauen verdammt. Beim Einfahren vor dem geplanten Start im Riesenslalom traten die Schmerzen erneut auf. „Statt fünf Rennen habe ich nur ein halbes mitgemacht. Das ist schon bitter“, sagte der Abfahrts-Weltmeister von 2013.

Während die deutschen Mädels fleißig Medaillen sammelten und ihre Ausbeute am Sonntag im abschließenden Riesenslalom (ab 9.30 Uhr Ortszeit) noch vergrößern können, fällt die Bilanz der Monoski-Herren getrübt aus. „Es geht um die Plätze auf dem Treppchen so eng zu, dass man angreifen muss. Dann ist die Gefahr des Ausscheidens natürlich immer größer“, erklärte Co-Trainer Peter Spitzenpfeil. Bei Georg Kreiter habe es sich aber nicht um einen Fahrfehler gehandelt. „Er hat eine Welle auf der Piste erwischt. Mit seinem Handicap ist es schwierig, darauf schnell zu reagieren und korrigieren zu können“, so Spitzenpfeil. 

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