Aktuelles aus Peking 2008

 

„Das ist meine zweite Goldmedaille“, sagte Marianne Buggenhagen, als ihr die Nachricht überbracht wurde, dass sie bei der heutigen Abschlussfeier die deutsche Fahne tragen wird. Die 55-jährige Berlinerin beendete mit ihrer Goldmedaille im Diskuswerfen und einer Bronzemedaille im Kugelstoßen ihre leistungssportliche Karriere. „Jetzt trage ich die Fahne aus dem Stadion und dann ist es vorbei. Ich freu mich drauf“, sagte die erfolgreichste deutsche Leichtathletin gerührt.

Es war 23:24 Uhr Ortszeit Peking als Kapitän Annette Kahl in der National Indoor Arena der chinesischen Hauptstadt die Silbermedaille überreicht bekam und sich damit der große Traum von Edelmetall für die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen bei den XIII. Paralympics erfüllt hat.

Mit einer Weite von 6,50 m (1101 Punkte) lies Wojtek Czyz seine Konkurrenz weit hinter sich. Im kombinierten Wettbewerb sprang der Oberschenkelamputierte vom 1. FC Kaiserslautern nicht nur neuen Weltrekord, sondern auch weiter als seine unterschenkelamputierten Konkurrenten.

 

Monika Sikora-Weinmann (BSG Bielefeld) und Andrea Zimmerer (FT Preetz) gewannen im Teamwettbewerb der Klasse 4/5 die Silbermedaille. Im heutigen Finale mussten sich die beiden Deutschen ihren chinesischen Gegnerinnen Guixiang Ren und Gai Gu geschlagen geben.

Claudia Nicoleitzik vom TV Püttlingen sicherte sich nach ihrem zweiten Rang über 200 m nun auch Silber im Rennen über 100 m der Startklasse T36. Die erst 18-Jährige kam nach 15,00 sec. hinter der chinesischen Goldmedaillengewinnerin Fang Wang (13,82 sec) ins Ziel. Bronze ging an die Britin Hazel Simpson in 15,40 sec.

Ihre zweite Medaille bringt Birgit Pohl von den Paralympics mit nach Hause. Die Gera-Leumnitzerin sicherte sich im Kugelstoßen der kombinierten Startklasse F32-34/52/53 mit 8,46 m (1122) Punkte die Silbermedaille in der Klasse F34 hinter der Siegerin aus Kroatien Antonia Balek mit neuer Weltrekordweite von 5,69 m (1240 Punkte) in der Startklasse F52.

Im Kugelstoßen der Kleinwüchsigen hat Mathias Mester vom TSV Bayer Leverkusen die Silbermedaille gewonnen. Mit seiner Weite von 11,16 m lag er klar hinter dem Sieger aus Griechenland Paschalis Stathelakos, der mit 11,75 m den Weltrekord brach. Mesters Hoffnungen auf Gold erfüllten sich damit nicht. Bronze ging an den Algerier Hochine Gherzouli mit 11,08 m. Lutz Langer vom TV Wattenscheid erreichte mit 9,12 m nicht den Endkampf und kam auf Rang 12.