Para Eishockey B-WM 2019

Auf dem Eis geht’s zur Sache: Die Para Eishockey-WM in Berlin

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Es ist schnell und körperbetont, es ist taktisch und spektakulär – wenn die Akteure mit dem Schlitten über das Eis heizen, geht’s mächtig zu Sache. Para Eishockey ist ein faszinierender Sport. Erstmals gibt’s die Möglichkeit, ein großes internationales Para Eishockey-Event in Deutschland live zu erleben: Vom 17. bis 22. November kracht’s auf dem Eis. In Berlin steigt die Para Eishockey-WM (B-Pool) – und für das deutsche Team geht es um den Aufstieg und damit auch den ersten wichtigen Schritt zur Paralympics-Qualifikation. Austragungsort ist die Eissporthalle des ECC Preussen Berlin in Charlottenburg.

Sechs Mannschaften kämpfen in Deutschlands Hauptstadt um den Aufstieg, nur die beiden Erstplatzierten werden den Sprung in den A-Pool schaffen und haben damit die Möglichkeit, sich für die Paralympischen Winterspiele 2022 in Peking zu qualifizieren. Das deutsche Team schaffte es zuletzt 2006 zu den Paralympics und verpasste in Turin Bronze nur knapp. Es war die erste und bislang einzige Teilnahme. Denn Tickets nach Vancouver (2010), Sotchi (2014) und PyeongChang (2018) blieben der Nationalmannschaft verwehrt, bei der WM 2017 musste gar der Abstieg verkraftet werden.

Doch die große Enttäuschung ist längst der Motivation gewichen, das deutsche Team will einen neuen Anlauf starten. „Wir werden für den Wiederaufstieg im eigenen Land alles geben“, betont Teammanager Ian Wood, ebenso früherer Eishockey-Profi wie Cheftrainer Andreas Pokorny, dreimaliger deutscher Meister mit den Kölner Haien und deutscher Nationalspieler. Hinzu kommt Michael Gursinsky, bei den Paralympics 2006 noch Chef- und inzwischen Co-Trainer.

Das Nationalteam

Der Spielplan

Volunteers gesucht

Gemeinsam mit den Spielern wollen sie zurück in den A-Pool, damit der Traum von der Paralympics-Teilnahme weiterlebt. In Berlin kämpft die deutsche Mannschaft gegen China, Großbritannien, Polen, Russland und die Slowakei um den Aufstieg. Großer Favorit ist das russische Team. „Russland ist eines der stärksten Teams der Welt und wird wohl einen Durchmarsch hinlegen“, sagt Ian Wood. Bleibt für die restlichen Mannschaften der Kampf um Platz zwei. Deutschland hofft auf den Heimvorteil und will in der Hauptstadt auch Werbung für eine spektakuläre Sportart machen.

Was ist eigentlich Para Eishockey?
Das deutsche Team bei der WM 2017 © Ivo Gonzalez / Pocog

„Das ist eine schnelle, taktische und körperbetonte Sportart, die alles mitbringt. Da ist richtig Tempo drin“, sagt Nationalspieler Lucas Sklorz und Teamkollege Ingo Kuhli-Lauenstein ergänzt: „Der Sport ist absolut faszinierend, es macht unglaublich viel Spaß.“ Der Ursprung von Para Eishockey liegt in Schweden. Dort entwickelten zwei Freunde, die aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen die Schlittschuhe an den Nagel hängen mussten, einen U-förmigen Rahmen aus Metall mit zwei Kufen darunter. Zur Fortbewegung wurden zwei Schläger benutzt, an deren Ende sich Spikes befanden – das war die Geburtsstunde von Para Eishockey, früher Sledge-Eishockey genannt.

In den 1970er Jahren breitete sich die Sportart in Europa aus und schwappte schließlich auch nach Kanada, in die USA und nach Japan. 1994 gehörte Para Eishockey bei den Winterspielen in Lillehammer erstmals zum paralympischen Programm, 1996 folgte die erste Weltmeisterschaft. Im Jahr der WM-Premiere gründete sich in Deutschland mit dem RSG Hannover die erste Mannschaft, inzwischen gibt es seit rund 20 Jahren einen funktionierenden Ligabetrieb: An sechs Spielwochenenden treffen sieben Vereine in vier Mannschafen aufeinander und ermitteln den deutschen Meister. Die Nationalmannschaft feierte ihren größten Erfolg – neben dem vierten Platz bei den Paralympics in Turin – bei den erstmals ausgetragenen Europameisterschaften 2005 mit dem Titelgewinn.

Para Eishockey wird auf einer normalen Eisfläche (etwa 30 x 60 Meter) mit jeweils sechs Spielern (inklusive Torwart) auf beiden Seiten gespielt. Die Regeln entsprechen denen des olympischen Eishockeys. Nur mit Blick auf die Schlitten gibt es spezielle Vorgaben. Die Spieldauer beträgt 15 Minuten pro Drittel. Bei Gleichstand geht es in die fünfminütige Verlängerung mit Fünf gegen Fünf im Suddendeath-Modus (das nächste Tor entscheidet). Sollte es auch hier keinen Sieger geben, so wird dieser im Penalty-Schießen ermittelt.

Die Para Eishockey-WM (B-Pool) in Berlin in Zahlen:

5 Wettkampftage...
15 Spiele…
6 Teams…
mit 100 Aktiven…
in einer spektakulären Sportart…
mit einem großen Ziel: Aufstieg in den A-Pool!


Medienakkreditierung:

Interessierte Medienvertreter können sich gerne für die Veranstaltung akkreditieren.

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Unsere Partner:

Gefördert wird die Austragung dieser Weltmeisterschaft von der Aktion Mensch, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Toyota, der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, der Kettler Stiftung und vom Unfallkrankenhaus Berlin. Wir bedanken uns herzlich für diese Unterstützung!