Aktuelles vom Deutschen Behindertensportverband

Rheinland-Pfalz: Gute Gründe fürs „Weiter so“

BSV-Verbandstag 2019: Behinderten- und Rehasportler haben viel Vertrauen in die Führung auf Landesebene
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Karl-Peter Bruch © BSV

Kontinuität und Konsequenz – mit diesen beiden Begriffen lässt sich umreißen, wofür der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz (BSV) steht. Und was gleichzeitig das Rezept des Verbandes für seinen nachhaltigen Erfolg ist. Beim alle vier Jahre stattfindenden Verbandstag stehen Selbstverständnis und Alltagskonzept auf dem Prüfstand. Das wenig überraschende Fazit bei der Tagung im Jahr 2019 in Bad Kreuznach: Der BSV ist und bleibt auf einem guten Weg.

Die Verlässlichkeit des Verbandes weiß auch Innenminister Roger Lewentz zu schätzen. Er unterstrich in seinem Grußwort die Beharrlichkeit, mit der der Landesverband für die Interessen der Behindertensportler eintritt. An zwei Beispielen machte er fest, wie nachhaltig diese Arbeit wirkt: Bei allen Großprojekten des Landes haben inzwischen die Inklusion und die Barrierefreiheit höchste Priorität. Außerdem ist und bleibt Rheinland-Pfalz Vorreiter in der Förderung von Behindertensportlern, die absolut gleich behandelt werden mit den nicht behinderten Athleten.

Es sei für die Politiker quer durch die Fraktionen im Landtag gar keine Frage, so Lewentz, dass die Unterstützung dauerhaft gewährt werde. Besonderer Dank gelte Lotto Rheinland-Pfalz für das Deutschland weit vorbildliche Sponsoring des Behindertensports. Die Nachhaltigkeit der Alltagsarbeit hänge auch eng mit personeller Kontinuität zusammen: „Das ist ein Wert an sich. Und das ist beim BSV der Fall.“

Der deutsche Behindertensport befindet sich in einer spannenden Phase. Das sprach Heinz Thönes, der Vizepräsident des Bundesverbandes (DBS) an. In seinem Grußwort ging er auf das Projekt „DBS 2027“ ein, in dem der Verband sein Selbstverständnis klar definieren will und in dem gleichzeitig die Strukturen überarbeitet  werden sollen, um zu einer verbesserten Verbandskultur mit dem Ziel noch engerer Zusammenarbeit zwischen den Landesverbänden zu kommen.

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Karl-Peter Bruch, Evelyn & Dr. Axel Bolsinger, Rolf Borttiger © BSV

BSV-Präsident Karl-Peter Bruch konnte gemeinsam mit Vizepräsident Rolf Boettiger zwei sehr verdiente Männer mit hohen Auszeichnungen würdigen. Dem Bendorfer Augenarzt Dr. Axel Bolsinger wurde die Ehrengabe überreicht, die höchste Ehrung des Verbandes. Dr. Bolsinger ist seit mehr als 20 Jahren Gutachter, um eine faire Einstufung von sehbinderten oder blinden Sportlern bei internationalen Wettkämpfen zu garantieren. Seit einem Jahrzehnt steht er als medizinischer Direktor an der Spitze der Gutachter auf europäischer Ebene. Er machte klar, wie wichtig eine faire Klassifizierung der Sportler ist: „Wenn Athleten von ihren Verbänden falsch eingestuft werden, dann ist das nichts anderes als Doping.“

Zum Ehrenmitglied des BSV wurde Heinz Baumeister vom BSV Frankenthal ernannt. Ein halbes Jahrhundert lang widmete er sich als Boccia-Fachwart und als Vorsitzender des pfälzischen Vereins, der ihn auch schon zum Ehrenmitglied machte, dem Behindertensport.

In seiner Bilanz der vergangenen vier Jahre stellte Karl-Peter Bruch die uneigennützige Arbeit der vielen Ehrenamtler als Basis für den Erfolg heraus. Sein Dank gelte aber auch seinen kompetenten Präsidiums-Kollegen und der sehr effizient arbeitenden Geschäftsstelle des BSV. Die Fakten sprechen für sich: Seit 2015 stieg die Zahl der Mitgliedsvereine im BSV von 368 auf 391 und die Zahl der Sportler, die dem BSV aus den Vereinen gemeldet wurde, stabilisierte sich bei knapp 50.000.

Kontinuität allein aber reicht nicht, um auch in der Zukunft erfolgreich zu sein. Der BSV-Präsident betonte, dass der Verband sich neuen Herausforderungen stellen müsse. So gelte es, neue Übungsstätten zu finden und auch die Jugendarbeit zu intensivieren. Eine Daueraufgabe bleibe die internationale Kooperation und die konsequente Förderung des Breiten- und Spitzensports.

Wie zufrieden die Delegierten mit der Arbeit der Führungsmannschaft sind, wurde bei den Wahlen des Präsidums für die kommenden vier Jahre deutlich. Präsident Bruch erhielt 100 Prozent der Stimmen. Und auch die anderen Mitglieder des BSV-Leitungsteams durften sich dank klarer Zustimmung der Vereinsvertreter in ihrer Arbeit bestätigt fühlen.

Das gilt für die Vizepräsidenten Britta Näpel und Rolf Boettiger ebenso wie für die Vizepräsidenten, die sich um feste Ressorts kümmern: Michael Nebgen (Finanzen), Jens Wolff (Reha-Sport) und Christoph Sagner (Aus-, Fort- und Weiterbildung). Neuer Vizepräsident ist Jürgen Kugler (Sport und Vereinsentwicklung). Komplettiert wird die BSV-Führungsriege durch die Vorsitzende der Sportjugend, die schon vor dem Verbandstag von der Jugendversammlung in ihrem Amt bestätigt wurde.

Quelle: BSV

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