Andrea Eskau beweist: Übung macht den Meister

Andrea Eskau in Aktion Bild vergrößern
Andrea Eskau in Aktion © TOYOTA Motorsport

Die Winterspiele in PyeongChang rücken immer näher: Trotz der Vorteile der Motorsport-Technologie in ihrem neuen Schlitten von TOYOTA Motorsport GmbH (TMG) braucht Andrea Eskau Training und Engagement, um bei den Paralympischen Spielen in PyeongChang und Tokio auf der richtigen Spur zu bleiben.

Eskau, die 1998 bei einem Fahrradunfall lebensverändernde Wirbelsäulenverletzungen erlitten hat, feierte beim Para Nordic Ski Weltcup im kanadischen Canmore zwei Siege. "Ich denke wirklich, dass wir ein hervorragendes Ergebnis erzielt haben", sagt die gebürtige Thüringerin über den leichten Carbonfaser-Skischlitten. Ende Januar stand dann der Weltcup in Oberried vor heimischem Publikum und damit die Generalprobe an. Um sich optimal auf die Wettkämpfe vorzubereiten, zeigte Andrea Eskau ihr typisches Engagement in der Skihalle in Oberhof. In einer intensiven dreiwöchigen Trainingsphase absolvierte sie mit ihrem Skischlitten insgesamt stolze 1000 Kilometer.

Der erste Test im (Kunst)Schnee zeigte gleich mehrere Vorteile, die Andrea Eskau nun mit dem Motorsport-inspirierten Schlitten hat. Mit einer Gewichtsreduzierung von 30 Prozent im Vergleich zu ihrem vorherigen Schlitten wurde bereits eine Verbesserung der Leistung erwartet, da sie nun deutlich weniger Masse um den mehrere Kilometer langen Kurs bewegen muss. Dazu verwendeten die TMG-Entwickler ein fortschrittliches Carbonfaser-Lay-up-Verfahren, um gleichzeitig die Festigkeit des Materials zu erhalten.

TMG präsentiert Eskaus neuen Schlitten Bild vergrößern
TMG präsentiert Eskaus neuen Schlitten © TOYOTA Motorsport

Die Praxistauglichkeit des neuen Materials ist für Eskau besonders beim Para Biathlon entscheidend, wenn Skifahren und Schießen kombiniert werden. Bei Temperaturen von bis zu -20 Grad wird der Schlitten mit viel größerer Kälte konfrontiert als Rennautos.

Die 46-Jährige erklärt: "Das Schießen stand bei der Gestaltung des Schlittens im Vordergrund. Ein Problem des vorherigen Schlittens war die unebene Bodenfläche. Wir haben die Position einiger Teile modifiziert, damit die Skier einen besseren Bodenkontakt haben und mich mit einer stabilen Basis beim Schießen unterstützen, um genau zielen zu können. Es ist eine große Einschränkung, wenn der Schlitten nicht stabil ist. Mit dieser größeren Stabilität klappt es jetzt wirklich gut." 

Vorher hätte sie den Nachteil gehabt, dass sie auf Abfahrten viel Zeit verlor habe, weil sie vorsichtig gewesen sei und langsamer fuhr. „Aber vor allem im ersten Test habe ich auf der Abfahrt nichts verloren, was natürlich ein enormer Vorteil ist. Und es ist sehr, sehr entscheidend für unsere Ergebnisse in Rennen. Alles in allem hatten wir Glück; all unsere Gedanken und Ideen haben sich ausgezahlt. Ich kann hervorragend steuern und schießen. Wir haben es geschafft, alles umzusetzen, was wir erreichen wollten."

Quelle: TOYOTA Motorsport

Zurück