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Parakanu: Start in die internationale Wettkampfsaison

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Edina Müller © Christel Schlisio

Der internationalen Parakanu-Elite steht die erste Standortbestimmung in der nach-paralympischen Saison beim Weltcup in Szeged, Ungarn, bevor. Auch die deutsche Parakanu-Nationalmannschaft ist mit fünf Startern vertreten und erwartet in allen Startklassen ein starkes Teilnehmerfeld. Zum Beginn der neuen Saison werden viele neue Gesichter und spannende Rennen erwartet.

Der Silbermedaillengewinner von Rio in der Startklasse Kl 3, Tom Kierey, wird neben seinem Dauerrivalen Serhii Yemelianov aus der Ukraine auch auf einige neue Talente treffen. Gerade in dieser Startklasse wechseln in diesem Jahr einige junge Athleten vom Sprint in den Parakanubereich, wenn sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. Der Berliner vom KC Borussia wird bereits Donnerstag seinen Vorlauf bestreiten. Er sieht diesen Weltcup als erste Standortbestimmung nach Rio, aber bereits fokussiert auf die nächsten Paralympischen Spiele in Tokio 2020. „ Da werden wir enge Rennen erleben. Das ist gut für den Parakanu-Rennsport,“ kommentiert Trainer Jürgen Hausmann das neue und verjüngte Teilnehmerfeld.

Edina Müller, auch Silbermedaillengewinnerin von Rio, freut sich besonders auf diesen Weltcup. Auf die Hamburgerin mit ungarischen Wurzeln wartet in Szeged lautstarke Unterstützung von der  gesamten ungarischen Verwandschaft. Sogar ihre 80-jährige Großmutter wird sich das erste Rennen der Sportlerin vom Hamburger KC auf ungarischem Boden nicht entgehen lassen. „ Ich freu mich total darauf, das einmal selbst live zu erleben,“  freut sich Edina Müller auf die besonderen Stimmung, die erfahrungsgemäß immer in Szeged auf der Tribüne herrscht.

Sowohl im Kajak als auch im Va´a wird Ivo Kilian vom Halleschen KC 54 starten. Im Kajak wird er auf starke Konkurrenz, vor allem aus Österreich, treffen. Im Va´a gehört Ivo als Dritter der Europameisterschaften von Moskau 2016 selbst zur europäischen Spitzenklasse. „Solange der Va´a nicht paralympisch ist, werde ich den Schwerpunkt auf den Kajak setzen. Und das, obwohl ich viel lieber im Va´a unterwegs bin“, erklärt er zu seinen Zielen für dieses Wochenende.

Anja Adler vom Halleschen KC 54 und Anke Molkenthin vom Schleißheimer PC vervollständigen das Team von Cheftrainer Arne Bandholz. Beide mussten erst noch zur Klassifizierung, der Einteilung in eine Startklasse. Anke Molkenthin kennt dies bereits aus den vergangenen Jahren, während Anja Adler ihrer ersten internationalen Klassifizierung mit gemischten Gefühlen entgegen sah. Die 54-jährige Anke Molkenthin wird weiterhin in der Kl 2 starten, der Startklasse, in der sie auch in Rio bei den Paralympics an den Start ging. Anja Adler, 28 Jahre und erst seit zwei Jahren im Kajak, stellt sich in der schnellsten Kategorie, der Kl 3, der Konkurrenz aus Italien, Ungarn und Russland.

Quelle:Christel Schlisio

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