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Para Kanu: EM-Bronze für Anja Adler

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Anja Adler © Martina Amrei

Bei den Para Kanu-Europameisterschaften hat Anja Adler im Va’a Rennen über 200 Meter Bronze gewonnen und für eine deutsche Medaille gesorgt. Die Paralympics-Medaillengewinnerin von Rio, Edina Müller, verpasste sowohl im Kajak als auch im Va’a das Podium mit jeweils Platz vier nur denkbar knapp. Auch Ivo Kilian war mit nur einer Sekunde Abstand auf den Drittplatzierten nah dran an der EM-Medaille.

„Nachdem ich beim Weltcup schon mal Dritte war, dann aber wegen meines Bootes disqualifiziert wurde, wusste ich, dass ich um eine Medaille mitkämpfen kann. Aber jedes Rennen ist neu und dann gab es hier extreme Unterschiede in den Windbedingungen. Aber Die ersten 100 Meter flutschten nur so und das hat mich dann auch für die zweite Streckenhälfte gepuscht. Ich bin einfach nur glücklich über die Bronzemedaille“, sagte Anja Adler nach ihrem Finale. Im gleichen Rennen schaffte es die EM-Debütantin Katharina Bauernschmidt von Bertasee Duisburg auf Rang vier.

In den weiteren Va’a-Finals kamen Edina Müller vom Hamburger KC in der Klasse VL2 auf Rang vier, Ivo Kilian in der Klasse VL3 auf Rang acht und Peter Happ vom VfK Wuppertal belegte in der Klasse VL2 Platz neun. Der Cheftrainer der Para-Kanuten Arne Bandholz konstatierte insgesamt „gute Leistungen“ der Athleten mit „verhältnismäßig guten Zeiten, sogar persönlichen Bestzeiten in den Vorläufen, aber auch deutlichen Unterschieden innerhalb der Startklassen.“

In den Kajak-Finals blieben die Athleten der deutschen Para Kanu-Nationalmannschaft in Belgrad ohne Medaille. In der Klasse KL2 fuhr Anja Adler nach ihrem Erfolg im Va‘a auf Rang vier und Ivo Kilian bei den Herren auf Rang fünf. „Das war dann heute nochmal ein versöhnliches Ende, Platz fünf im Kajak-Finale mit persönlicher Bestzeit“ sagte der 41-Jährige im Anschluss. Edina Müller fuhr in der Klasse KL1 der Damen als Fünfte über die Ziellinie, rückte dann jedoch durch Disqualifikation der Sportlerin aus der Ukraine auf Platz vier vor.

Damit kehren die Athleten der deutschen Para Kanu-Nationalmannschaft mit einer EM-Bronzemedaille im Gepäck zurück nach Deutschland. Cheftrainer Arne Bandholz ist sich bewusst, dass es auch in Zukunft immer schwerer wird an den führenden Nationen im Para Kanu dran zu bleiben: „Leider geht die Schere immer weiter auseinander, viele Sportler können die Trainingsumfänge nicht leisten, die in der Zwischenzeit benötigt werden, um im internationalen Para Kanu mitzuhalten. Die meisten unserer Fahrer arbeiten Vollzeit, im Gegensatz zu den Spitzensportlern anderer Nationen. Aktuell haben wir einen deutlichen Rückstand zur Weltspitze in allen Bootsklassen. Das Problem müssen wir analysieren und werden versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten Verbesserungen zu erzielen.“

Insgesamt waren 90 Para-Kanuten aus 19 Ländern am Start – eine Zahl, die bisher so noch nie erreicht wurde und auf die steigende Popularität des Para Kanu-Rennsports hinweist.

Quelle: Christel Schlisio / Hans-Peter Wagner

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