Weltrekorde: Markus Rehm und Birgit Kober glänzen

Weitspringer Rehm kratzt an der 8,50-Meter-Marke und steigert die Bestweite auf 8,47 Meter – Kugelstoßerin Kober verbessert eigenen Weltrekord um vier Zentimeter

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Markus Rehm © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Knapp drei Jahre hatte die Bestmarke von 8,40 Meter Bestand, nun hat Markus Rehm seinen eigenen Weltrekord von Oktober 2015 übertroffen. Bei den Japan Para Championships in Maebashi setzte der unterschenkelamputierte Weitspringer 43 Tage vor den Para Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin mit 8,47 Meter einen neuen Maßstab. Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Kugelstoßerin Birgit Kober, die bei den deutschen Meisterschaften in Kienbaum mit 11,56 Metern ebenfalls einen Weltrekord aufstellte.

Markus Rehm präsentierte sich in Japan in Topform und zeigte einen konstant starken Wettkampf. Schon im ersten Versuch sprang der 29-jährige Leichtathlet vom TSV Bayer 04 Leverkusen auf 8,18 Meter und steigerte sich in der Folge auf 8,27 Meter. Im letzten Sprung flog er dann zum Weltrekord: 8,47 Meter. „Das ist mega krass und eine richtig coole Weite. Die Bedingungen waren super und ich hatte richtig Bock zu springen“, sagt Rehm, der den Weltrekord zunächst gar nicht realisierte. „Ich habe es erst nicht mitbekommen, da ja alle japanisch gesprochen haben“, berichtet Rehm mit einem Schmunzeln. Umso größer war anschließend die Freude über den Weltrekord-Sprung in der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt, die Heim-Europameisterschaften in Berlin vom 20. bis 26. August – und vielleicht knackt Markus Rehm im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dann sogar die 8,50-Meter-Marke. Die Form jedenfalls stimmt.

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Birgit Kober © Nico Feißt / DBS

Ebenfalls auf einem guten Weg Richtung EM befindet sich Birgit Kober. Die 46-jährige Kugelstoßerin vom TSV 1860 München meldete sich mit einer starken Leistung bei den deutschen Meisterschaften in Kienbaum zurück. Um vier Zentimeter verbesserte Kober ihren Weltrekord in der Startklasse F 36 aus dem Jahr 2016 auf 11,56 Meter. „Ich bin super happy mit der Weite. Zwar kämpfe ich mit Schmerzen an der Hand, doch ich habe im Training dafür den Fokus umso mehr auf die Beinarbeit gelegt und die Schnelligkeit verbessert“, betont Kober und fügt hinzu: „Ich bin ein Wettkampftyp. Die Leistung ist ein sehr gutes Omen mit Blick auf die EM.“ Doch satt ist Kober nach dem verbesserten Weltrekord noch nicht: „Ich möchte mich den zwölf Metern annähern, das ist mein Ziel.“ Die Bestmarke im Kugelstoßen war nicht das einzige Erfolgserlebnis. Mit dem Diskus stellte die Münchenerin mit 24,02 Metern einen Europarekord auf.

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