Sportschießen: Fünf Medaillen und ein Quotenplatz

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Natascha Hiltrop gewinnt Gold © Rudi Krenn

Zweimal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze und einen Quotenplatz für die Paralympics in Tokio 2020 haben die deutschen Para-Sportschützen beim Weltcup im französischen Châteauroux geholt. Natascha Hiltrop sicherte sich im kräfteraubenden Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr R8 in im Finale mit 439,9 Ringen die Goldmedaille vor ihrer Teamkollegin Elke Seeliger, die mit 437,7 Zählern einen weiteren Quotenplatz für die Paralympischen Spiele 2020 in Tokio sicherte.

Auch im Stehendschießen mit dem Luftgewehr R2 konnte Natascha Hiltrop, die in Rio 2016 Silber gewann, ihre Extraklasse erneut unter Beweis stellen. Mit 617,3 Ringen in der Qualifikation und 246,5 Zählern im Finale gewann sie hinter der Bronzemedaillengewinnerin von London 2012, Natalie Smith, die Silbermedaille. In einem an Spannung kaum zu überbietendem Finale hatten beide Schützinnen am Ende jeweils 246,5 Ringe auf dem Konto. Das Stechschießen entscheid die Australierin Natalie Smith mit dem kleinstmöglichen Abstand von einem Zehntelring mit 10,1 zu 10,0 für sich und gewann Gold. Elke Seeliger erzielte in der Qualifikation 609,4 Ringe und belegte im Finale mit 140,2 Zählern den siebten Platz.

Bei den Männern überzeugte Norbert Gau im Stehendschießen mit dem Luftgewehr R1 mit 618,8 Zählern in der Qualifikation. In einem hochgradig besetzen Finale ordnete er sich mit 117,5 Ringen auf Rang acht ein.

Mit guten Leistungen im Liegendschießen mit dem Kleinkalibergewehr R6 konnten sich Elke Seeliger mit 618,6 Ringen und Bernhard Fendt aus Memmenhausen mit 616,8 Zählern für das Finale der besten acht qualifizieren. Im Finale belegte er mit 141,7 Ringen sieben und Elke Seeliger wurde mit 119,9 Zählern Achte.

Zusammen mit Natascha Hiltrop, die in der Qualifikation 613,5 Ringe erzielte, gewann das DBS-Team mit 1849,2 Ringen in der Teamwertung überlegen die Goldmedaille vor Frankreich und Italien. Schon bei der Weltmeisterschaft im Mai im südkoreanischen Cheongju trat das Trio in dieser Formation an und überzeugte mit WM-Bronze.

Im Liegendschießen mit dem Kleinkalibergewehr R9 konnte sich Tim Focken (Oldenburg) bei schwierigen Windbedingungen mit 608,6 Ringen erstmals für ein Weltcupfinale qualifizieren. Im Finale zahlte er Lehrgeld und belegte nach einem Stechschuss um Rang sieben mit dem Engländer Ryan Cockbill den achten Platz.

Am Abschlusstag des Quotenplatz-Weltcups auf dem hochmodernen Shooting Range in Châteauroux sorgte Natascha Hiltrop mit Rang vier im Liegendschießen mit dem Luftgewehr R3 für eine weitere Topplatzierung. Gemeinsam mit Elke Seeliger, die auf 628,3 Zählern kam, und Bernhard Fendt mit 625,4 Ringen errang das DBS-Team mit 1886,5 Zählern die Bronzemedaille. Nur 2,1 Ringe fehlten dabei zur Goldmedaille, die Frankreich mit 1888,6 Ringen gewann. Die Silbermedaille ging an Italien mit 1886,5 Zählern.

Nach dem Weltcup in Châteauroux zieht Cheftrainer Rudi Krenn (Hauzenberg) ein durchaus erfreuliches Fazit: „Mit einem weiteren Quotenplatz für Tokio 2020, drei Einzelmedaillen, zwei Teammedaillen, insgesamt neun Finalplatzierungen und sechs Weltklasseleistungen in den Qualifikationswettkämpfen wurden die internen Ziele deutlich übertroffen“.

Nun können sich die Para-Sportschützen etwas regenerieren, um sich dann für die Europameisterschaft in den Luftdruckdisziplinen vorzubereiten. Vom 1. bis 7. Dezember findet der diesjährige Saisonabschluss in der serbischen Metropole Belgrad statt.

Das deutsche Weltcup-Team

  • Natascha Hiltrop
  • Elke Seeliger
  • Bernhard Fendt
  • Tim Focken
  • Norbert Gau
  • Rudi Krenn, Cheftrainer
  • Jörg Dietrich, Disziplintrainer


Die kompletten Ergebnisse des Quotenplatz-Weltcups in Châteauroux finden Sie über diesen Link.

Quelle: Rudi Krenn

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