Aktuelles vom Para Tischtennis

In Celje werden die neuen Titelträger gesucht

Das deutsche Team © Hannes Doesseler Bild vergrößern
Das deutsche Team © Hannes Doesseler

Für die Einzel-Weltmeisterschaften im Para Tischtennis vom 15. bis 21. Oktober stehen im Aufgebot von Bundestrainer Volker Ziegler neben Titelverteidiger Valentin Baus auch der amtierende Vize-Weltmeister Thomas Schmidberger und Vize-Weltmeisterin Stephanie Grebe. Routinier Jochen Wollmert ist in Celje ebenso am Start, wie die Medaillenanwärter Sandra Mikolaschek, Thomas Brüchle, Jan Gürtler und Thomas Rau sowie die Einzel-WM Debütanten Marlene Reeg, Yannik Rüddenklau und Florian Hartig. Für Lena Kramm ist es die zweite Teilnahme an einer Einzel-Weltmeisterschaft.

Das deutsche Team hat im Sommer bereits Vorbereitungs-Lehrgänge in Frankreich, der Türkei und zuletzt auch in Lasko absolviert – der Nachbarstadt des Austragungsortes, Celje. Für den letzten Feinschliff hat sich das deutsche WM-Aufgebot vom 30. September bis 6. Oktober mit der türkischen Nationalmannschaft noch einmal im thüringischen Bad Blankenburg getroffen –Bundestrainer Ziegler ist zufrieden mit der Form seiner Spielerinnen und Spieler. Er reist mit einem schlagkräftigen Team nach Slowenien, der größte Teil seiner Athleten hat durchaus Medaillen-Chancen.

Tom Schmidberger reist an Nummer eins der Weltrangliste nach Celje – bei den China Open im August bezwang er seinen Dauerrivalen Panfeng Feng und schob sich somit im Ranking wieder an dem Chinesen vorbei. Auch sei Doppelpartner Thomas Brüchle zählt zum engen Favoritenkreis der WK3 3, schließlich sind die beiden amtierender Doppel-Weltmeister und Brüchle Dritter der Einzel-Weltrangliste.  Zum erweiterten Kreis der Medaillen-Kandidaten zählen auch Thomas Rau in der WK 6 und Jochen Wollmert in der WK 7. 

Valentin Baus ist Titelträger in der WK 5 und immer für eine Wiederholungstat gut – jedoch hat er als aktuelle Nummer 5 der Welt vier Hochkaräter vor sich, die keinesfalls zu unterschätzen sind.

Zum erweiterten Kreis der Medaillen-Kandidaten zählen auch Thomas Rau in der WK 6 und Jochen Wollmert in der WK 7. Für Yannik Rüddenklau (WK 9) und Florian Hartig (WK 11) gilt es, Erfahrungen zu sammeln und zu schauen, wie weit es gehen kann.

Stephanie Grebe möchte in Slowenien ihren Erfolg von Peking wiederholen – dort gewann sie Silber hinter der Weltmeisterin und Paralympics-Siegerin Sandra Paovic aus Kroatien. Die Weltspitze in der WK 6 ist in den letzten Jahren noch dichter zusammengerückt, doch die Hamburgerin zeigte sich bei den diesjährigen Veranstaltungen in Topform. Sandra Mikolaschek möchte bei der zweiten Einzel-WM das Viertelfinale von 2014 toppen und sich in die Medaillenränge vorspielen. Momentan ist die Wahl-Düsseldorferin die Nummer vier der Welt und setzte in diesem Jahr bereits mit Gold bei den Slovenian und den Lignano Master Open Ausrufezeichen.

Für die Weltranglisten-Zehnte der WK 9, Lena Kramm, wird es in einem hochkarätigen Feld sehr schwer, allerdings konnte die Bayerin mit dem unorthodoxen Spiel in der Vergangenheit durchaus schon mal für die ein oder andere Überraschung sorgen. Die junge Hessin Marlene Reeg geht als Nummer 20 der Welt in die WM und wird bei ihrer ersten Weltmeisterschaft unbeschwert aufspielen können.

Der deutsche Tross bricht am 14. Oktober in Richtung Slowenien auf und bezieht sein Quartier gemeinsam mit den anderen Nationen im Kurort Lasko. Dort dürfte sich das Team wohlfühlen, schließlich fand dort neben den jährlichen Weltranglisten-Turnieren und internationalen Trainingslagern auch die letzte Europameisterschaft statt.

Alle Informationen rund um die WM finden Sie unter https://spint2018.com.

 

Das deutsche WM-Aufgebot 2018:

Valentin Baus (22, Bochum, Borussia Düsseldorf), Thomas Brüchle (42, Lindau, SV Salamander Kornwestheim), Stephanie Grebe (31, Berlin, Borussia Düsseldorf), Jan Gürtler (48, Halle, RSC Berlin), Florian Hartig (22, Nürnberg, TV Dietenhofen), Lena Kramm (21, Pfaffenhofen an der Ilm, BSV München), Sandra Mikolaschek (21, Lutherstadt Eisleben, Borussia Düsseldorf), Thomas Rau (34, Neustadt in Holstein, RBS Solingen), Marlene Reeg (18, Erbach Odenwald, TTG Büßfeld), Yannik Rüddenklau (21, Hofgeismar, TTG Büßfeld), Thomas Schmidberger (26, Zwiesel, Borussia Düsseldorf), Jochen Wollmert (53, Wuppertal, Borussia Düsseldorf).

Quelle: Sonja Scholten

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