Aktuelles vom Rollstuhlfechten

Deutsche Meisterschaften fest in der Hand der Jugend

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Gruppenbild DM Buchholz © York Lattermann

Vier Starts und vierfacher Deutscher Meister – Das gelang Maurice Schmidt (SV Böblingen) bei den Deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten vom 29. bis 30. Juni in Buchholz. In einem tollen Turnier sicherte er sich nicht nur die Titel im U23 Säbel und U23 Degenwettbewerb, sondern siegte genauso souverän bei den Aktiven in beiden Waffen. Im Florett konnte sich Julius Haupt (PSV Weimar) sowohl in der U23 wie auch bei den Aktiven den Titel sichern. Mit drei Goldmedaillen schaffte Tim Widmaier (SV Böblingen) den Hattrick in der Kategorie B.

„Nationale Titelkämpfe im Schulzentrum am Kattenberge sind auch ein starkes Signal für Inklusion.“ titelte das Hamburger Abendblatt. Der TSV Buchholz 08 organisierte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 111-jährigen Vereinsbestehen ein Sportevent der besonderen Art: Ein Turnierwochenende ganz im Zeichen des Fechtens. Umrahmt wurden die Deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten von den Bezirksmeisterschaften der Fußgänger, dem Zwergenpokal, einem Nachwuchsturnier, und dem inklusiven Brunsberg-Cup. Und mit noch einem weiteren Highlight konnten die Organisatoren um Kathrin und Norbert Müller sowie Norbert Lattermann aufwarten: Die Medaillen am zweiten Wettkampftag überreichte niemand geringerer als Max Hartung, Vorsitzender der Athletenkommission im DOSB. Hartung hatte erst vor wenigen Tagen selber Mannschaftsgold und Bronze im Säbel-Einzel bei der Heim-Europameisterschaft in Düsseldorf gewonnen.

In Buchholz konnten sich erwartungsgemäß Maurice Schmidt, Julius Haupt und Tim Widmaier in die Siegerlisten eintragen. Von der Nationalmannschaft konnten Sylvi Tauber und Balweinder Cheema verletzungsbedingt nicht antreten.

In der U23 setzte sich Julius Haupt (PSV Weimar) mit dem Florett gegen Felix Schrader (SV 1845 Esslingen) im Finale durch. Die Bronzemedaille gewann Clems Cursiefen (Kölner FK). Im Degen präsentierte sich Schrader zunächst etwas stärker, musste aber im Finale gegen Maurice Schmidt erkennen, dass er doch noch einiges lernen muss, um den Sieg davon tragen zu können. Bronze ging erneut an Clemens Cursiefen (Kölner FK), der sich ganz knapp mit 15:14 gegen Nils Neumann (SV 1845 Esslingen) durchgesetzt hatte. Der Säbelwettbewerb brachte dann das Finale Schmidt gegen Haupt, mit dem besseren Ausgang für Schmidt. Haupt holte Silber und Neumann gelang in seinem ersten Säbelwettkampf der Gewinn der Bronzemedaille.

Dreimal kämpfte sich Azad Abbassov (Makkabi Rostock) in das Finale der Kategorie A und dreimal musste er mit Silber zufrieden sein. Im Florett unterlag Abbassov U23-Weltmeister Julius Haupt, im Degen und im Säbel dem Weltranglistenvierten Schmidt. Überraschend stark präsentierte sich der erst 16-jährige Felix Schrader gemeinsam mit Martines Buchich  der in dieser Startklasse mit Florett und Degen jeweils Bronze gewann. Im Säbel gingen die Bronzemedaillen am Julius Haupt und Sebastian Gadow (Makkabi Rostock).

In der Kategorie B gab es in allen Waffen nur einen Sieger: Tim Widmaier von der SV Böblingen. Während sich im Säbel Bökenhauer für das Finale qualifizierte und Silber vor Jan-Jörg Winterfeld (beide Makkabi Rostock) gewinnen konnte, revanchierte sich dieser an seinem Teamkollegen im Florett und Degen, holte dort Silber und verwies Bökenhauer auf den Bronzerang.

Alle Ergebnisse gibt es hier:

https://iwas.ophardt.online/de/search/results/189   (Aktive)

https://iwas.ophardt.online/de/search/results/190   (U23)

Quelle: Ira Ziegler

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