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Para Schwimmen: Schott schwimmt Weltrekord

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Verena Schott © Ralf Kuckuck/ BSB Berlin

Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen für Menschen mit Behinderung 2018 erlebten die zahlreichen Zuschauer in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark bereits am ersten Wettkampftag neue Rekordzeiten in Überfluss. Den größten Erfolg aus deutscher Sicht feierte Verena Schott mit ihrem Weltrekord über 200 Meter Rücken.

Das “schnelle Berliner Wasser” garantierte von Beginn an Höchstleistungen. So stellten sowohl Aurelie Rivard (CAN, 200m Freistil, Startklasse: S10) als auch Ihar Boki (BLR, 200m Rücken, S13) und Carlotta Gilli (ITA, 400m Lagen, S13) neue Weltrekorde in ihren Startklassen auf. Die Berlinerin Lara-Marie Schönfeldt (200m Freistil, AB, Berliner Schwimmteam), Kim Snyder (200m Rücken und 400m Lagen, AB, VFS Rödermark) und Gina Böttcher (200m Rücken, S4, SC Potsdam) schwammen in ihren Disziplinen neue deutsche Rekorde. Auch der 16-jährige Taliso Engel knackte über 100 Meter Brust den deutschen Rekord, wie er sich es vorgenommen hatte (Vorbericht zur IDM).

Einen besonderen Tag erlebte Verena Schott. Die Schwimmerin des Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportverein erschwamm erst einen deutschen Rekord im Vorlauf über 100m Schmetterling, bevor sie über 200m Rücken den aktuellen Weltrekord brach und die erste Goldmedaille für Deutschland gewann.

Max Gelhaar (S7, BV Leipzig) holte über die 400m Lagen das nächste Edelmetall für Deutschland. Hinter den zwei Japanern Uchu Tomita und Genki Saito belegte er den Bronzerang. In den Finalläufen am Abend haben fünf weitere deutsche Athleten die Chance auf Medaillen.

Mit rund 550 Sportlern aus über 50 Nationen ist die IDM das größte Event im Para-Schwimmsport weltweit. Von Mauritius bis zur Mongolei reisen gleichermaßen Spitzensportler und Nachwuchs-Talente nach Berlin, um an der letzten Station der World Para Swimming Series teilzunehmen. Viele Sportler versuchen während des viertägigen Wettkampfs, ihre Normen für die im August anstehenden Europameisterschaften in Dublin zu erreichen.

Quelle: Karl Felix Heinz

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