Aktuelles aus dem Bereich Inklusion

Sterne des Sports: MIA-Modellregion nominiert

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Martina Dorenwendt und Marco Pompe vom Rehasportverein Mühlhausen

Gemeinsam haben Martina Dorenwendt und Marco Pompe 2012 nach Räumlichkeiten gesucht, um inklusive Sportangebote anbieten zu können. Martina Dorenwendt sitzt seit ihrem 17. Lebensjahr im Rollstuhl, nachdem sie mit dem Motorrad schwer verunglückt war. Sie engagiert sich im Behinderten- und Seniorenbeirat des Unstrut-Hainich-Kreises. Marco Pompe ist seit seiner Geburt querschnittsgelähmt. Dem Sport ist er eng verbunden. Als Inklusionsbotschafter setzt er sich für Barrierefreiheit ein, als Fachwart Rollstuhlsport engagiert er sich für den Sport mit Handicap in Thüringen.

Ihr Verein, der Rehasportverein Mühlhausen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Barrieren abzubauen: in der Lebensumgebung von Menschen und in den Köpfen. Dafür ermöglicht das Inklusionsprojekt „Ich lebe ohne Hindernisse“ (ILOH) vielfältige Aktivitäten wie Rollstuhlbasketball, Mobilitätstraining, Boccia oder Handbike-Touren. Und zwar gemeinsam für Menschen mit und ohne Handicap. Marco Pompe beschreibt das so: „ILOH lebt den Sport durch die aktive Vielfalt jedes Einzelnen. Jeder lernt vom anderen, die Barrierefreiheit zu leben.“ Begegnungen ermöglichen durch gemeinsame Unternehmungen, das praktizieren die Mühlhausener erfolgreich im Alltag, in der Sporthalle oder bei Ausflügen. Unter ihrer Federführung schaffte es der Thüringer Landkreis Unstrut-Hainich, als eine von zehn Modellregionen für Inklusion im Sport in Deutschland anerkannt zu werden.

Auch die ARD Sportschau hat es sich nicht nehmen lassen die zur Wahl stehenden Projekte zu besuchen. Den Clip finden Sie hier.

Neben dem Projekt aus dem UH-Kreis stehen noch die Initiativen „SAIL UNITED – Mit Wassersport – gemeinsam barrierefrei“ und „TAPFER - Therapeutische Arbeit mit dem PFERd” zur Wahl. Weitere Informationen finden Sie hier.

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