Aktuelles aus dem Bereich Inklusion

MIA hat gefragt – über Tausende haben geantwortet

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Die Fragebögen für die unterschiedlichen Zielgruppen © DBS

Von Landsberg bis Eutin, vom Rheinisch-Bergischen Kreis bis Frankfurt (Oder) – alle Modellregionen konnten verschiedene Fragebögen einsetzen, um die Situation vor Ort zu analysieren. Schwerpunkt war dabei die Befragung von Menschen mit Behinderung mit dem Ziel ihnen die Türen zu den Vereinen der Region weiter zu öffnen, damit sie Bewegung, Spiel und Sport ortsnah und vielfältig erleben können. Auch Vorstände, Geschäftsführungen sowie Übungsleiter hatten die Möglichkeit sich zum Thema Inklusion zu äußern.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde in der Befragung von Menschen mit Behinderung nach deren aktuellen Sportaktivitäten und -wünschen ebenso nach notwendigen Assistenzen gefragt. Der Fragebogen wurde so entwickelt, dass dieser von Menschen mit Behinderung, deren Eltern oder gesetzlichen Betreuern ausgefüllt werden konnte. Mit den Rückmeldungen sollen die Bedarfe genauer ermittelt werden, um zielgerichtet neue Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote zu schaffen und bestehende Sportangebote bekannt zu machen. Zu diesem Zweck wurden auch potentielle Netzwerkpartner befragt, ob sie sich eine Unterstützung vorstellen können.

Modellregion übergreifend gab es bisher 1214 Rückmeldungen. Der Altersdurschnitt lag bei 27,4 Jahren und es haben fast ausgeglichen viele Jungen/Männer wie Mädchen/Frauen an der Umfrage teilgenommen. Die wesentlichsten Ergebnisse der Befragung waren: 

  • 49 % der Befragten üben bereits zum jetzigen Zeitpunkt aktiv Sport aus. Am häufigsten (30%) wurde die Sportart Fußball benannt, gefolgt von Schwimmen (22%), Tanzen (20%), Reiten (13%) und Radsport (10%).
  • Von den 51 % der Befragten, die kein Sport aktiv betreiben, führen 40 % das Argument an, dass es kein passendes Angebot für sie gibt. Kein Interesse (25%), keine Zeit (22%) und keine Assistenz (10%) waren weitere Gründe dafür, dass kein Sport getrieben wird.
  • Insgesamt wünschen sich 59 % der Menschen mit Behinderung ein (zusätzliches) Sportangebot. Knapp die Hälfte dieser, machen derzeit überhaupt keinen Sport. Als häufigste Wunschsportarten wurden Schwimmen (23%), Tanzen (22%), Reiten (16%), Fußball (15%) und Bowling (15%) genannt.

Die Ergebnisse zeigen ein sehr spannendes Bild. Die Modellregionen haben die Rückmeldungen ausgewertet und ein zentrales Ziel vor Augen: Alle Menschen, die sich ein zusätzlichen Sportangebot wünschen und die auch Ihre Kontaktdaten angegeben haben, sollen in Sportvereine vermittelt werden.

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