Aktuelles von der DBSJugend
Vier Sportjugenden – ein Ziel: Gemeinsam für einen inklusiven Kinder- und Jugendsport
Gemeinsam mit der Deutschen Sportjugend (dsj), der Deutschen Gehörlosensportjugend (DGJS) und der Special Olympics Deutschland Jugend (SOD) setzt sich die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) für echte Teilhabe und Vielfalt im Kinder- und Jugendsport ein. In einer gemeinsamen Positionierung formulieren die vier Jugendorganisationen konkrete Anforderungen für das gleichberechtigte Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen an Bewegung, Spiel und Sport.
Für eine chancengleiche Teilhabe aller jungen Menschen im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention sowie der UN-Behindertenrechtskonvention bedarf es verlässlicher politischer Rahmenbedingungen. Anlässlich der Veröffentlichung tauschten sich die Verbände dazu auch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, aus.
„Gerade der Sport bietet einzigartige Möglichkeiten, Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen, Gemeinschaft zu erleben und Teilhabe praktisch zu verwirklichen. Dafür braucht es barrierefreie Strukturen, qualifizierte Unterstützung und verlässliche politische Rahmenbedingungen“, betont Carolin Giffhorn aus dem dsj-Vorstand.
Kathrin Ivenz, Geschäftsführerin der DBSJ, unterstreicht die Wichtigkeit der gemeinsamen Initiative: „Inklusion im Sport darf kein Zufall sein, sondern muss zur gelebten Selbstverständlichkeit werden. Junge Menschen mit Behinderungen haben das uneingeschränkte Recht auf gleichberechtigten Zugang zu Sport- und Bewegungsangeboten. Damit das gelingt, müssen Barrieren in den Köpfen und an den Sportstätten konsequent abgebaut und inklusive Strukturen von der Politik verbindlich gefördert und abgesichert werden.“
Ein besonders aktueller Anlass für die Initiative ist der bundesweite Ausbau der Ganztagsbetreuung. Inklusive Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote müssen hier von Beginn an strukturell und qualitativ verankert werden. Dafür bedarf es verbindlicher Standards, barrierefreier Sport- und Bewegungsräume, individueller Hilfsmittel sowie qualifizierter und auskömmlich finanzierter Fach- und Betreuungskräfte.
Ein weiteres zentrales Anliegen ist der Kinder- und Jugendschutz. Schutzstrukturen müssen zwingend inklusiv, barrierefrei und zielgruppengerecht ausgestaltet werden, gepaart mit umfassenden Beteiligungsmöglichkeiten für die jungen Sportler*innen selbst. Kernforderungen sind daher eine bedarfsgerechte Finanzierung und Qualifizierung für inklusive Schutzkonzepte sowie barrierefreie, kind- und jugendgerechte Beratungsangebote.
Die gemeinsame Positionierung von DBSJ, dsj, DGJS und SOD Jugend baut auf bestehenden jugend- und sportpolitischen Forderungen für Inklusion auf und stellt die Rechte und Bedürfnisse junger Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt. Grundlage für all das bleiben durchgängige Zugänglichkeit, eine tragfähige Finanzierung und verlässliche Rahmenbedingungen auf politischer Ebene.
Das gesamte Positionspapier findet ihr hier.
Hier gibt es das Positionspapier in leichter Sprache.
Quelle: dsj / Ergänzungen DBSJ
