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Initiative für inklusiven Kinder- und Jugendsport: Olympia- und Paralympics-Bewerbung als große Chance
Die Landessportbünde Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen setzen ein starkes Zeichen: In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie eine nationale Initiative zur Förderung des Kinder- und Jugendsports im Rahmen der deutschen Olympia- und Paralympics-Bewerbung. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) begrüßt die Initiative ausdrücklich – und legt den Fokus auf Inklusion, Chancengleichheit und Teilhabe.
„Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele kann der entscheidende Funke sein, um wichtige Veränderungen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zu entzünden. Barrierefreie Sportstätten, inklusive Bewegungsangebote und verlässliche Talentförderung sind zentrale Voraussetzungen, damit alle jungen Menschen ihre sportlichen Potenziale entfalten können“, betont Katja Kliewer, Vorsitzende der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ).
Im Mittelpunkt der Initiative stehen Maßnahmen wie die Einführung einer täglichen Bewegungsstunde, die Stärkung des Schulsports, engere Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen sowie eine deutliche Steigerung der Schwimmfähigkeit. Die drei Landessportbünde aus Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen forderten am Rande des Herbstfinals des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ alle Bundesländer auf, diese Initiativen bundesweit umzusetzen und ihren Beitrag zu leisten. Damit könnte die Olympia- und Paralympics-Bewerbung zu einem nachhaltigen Booster für den Kinder- und Jugendsport in ganz Deutschland werden.
Mareike Miller, Paralympics-Siegerin und Aktivensprecherin des DBS, sagt: „Die positiven Effekte einer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele müssen bundesweit wirken. Besonders für junge Menschen mit Behinderung braucht es mehr Bewegungsangebote, eine stärkere Verzahnung von Schule und Verein sowie verlässliche Wege von der Talentsichtung bis in den Leistungssport. Die gleichberechtigte Stärkung von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics ist dabei von besonderer Bedeutung.“
Es sei wichtig, dass die Paralympischen Spiele nicht nur Teil der Bewerbung sind, sondern müssten ein nachhaltiger Impulsgeber für die Entwicklung unserer inklusiven Gesellschaft und des Para Sports für die nächste Generation von Athletinnen und Athleten werden, betont Mareike Miller. Der DBS sieht in der Initiative der Landessportbünde Berlin, NRW und Bayern daher einen bedeutenden Schritt, um die Rahmenbedingungen für Kinder- und Jugendsport in Deutschland dauerhaft zu verbessern und Chancengleichheit zu schaffen.
