Aktuelles von der DBSJugend
E-Sport & Inklusion: Einladung zur DBSJ-Infoveranstaltung am 10. Dezember – Positionspapier veröffentlicht
E-Sport ist längst Teil jugendlicher Lebenswelten – auch für junge Menschen mit Behinderung. Als Jugendorganisation des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) lädt die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) am 10. Dezember von 17:00 bis ca. 19:45 Uhr zu einer Online-Infoveranstaltung ein, die zeigt, wie E-Sport inklusiv, barrierearm und verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Parallel veröffentlicht die DBSJ ihr Positionspapier „E-Sport als zukunftsweisender Bestandteil inklusiver Jugendarbeit im Behindertensport“, in dem E-Sport als eigenständige, jugendrelevante und förderungswürdige Aktivität eingeordnet wird – ergänzend, nicht ersetzend, zum Bewegungssport.
Die Veranstaltung beginnt mit einer kurzen Einordnung der DBSJ-Umfrage zum Thema E-Sport sowie der Haltung der DBSJ zum Thema. Anschließend folgen fünf 20-minütige Impulsvorträge aus Verband, Förderung, Praxis und Community. Den Abschluss bildet ein moderiertes Q&A mit den Referent*innen. Die Teilnahme ist kostenfrei; Die Anmeldung erfolgt über den folgenden Link
Zum Positionspapier:
Die DBSJ versteht E-Sport als Chance, Inklusion, soziale Teilhabe und Persönlichkeitsbildung junger Menschen mit Behinderung zeitgemäß zu fördern. Digitale Zugänge, individuelle Steuerungen und flexible Settings ermöglichen barrierearme Angebote; zugleich betont die DBSJ die Verantwortung für eine gesunde Nutzung, Medienethik, Anti-Toxicity/Cybermobbing und Safe-Sport-Prinzipien. Vorgesehen sind außerdem Pilotprojekte sowie der Ausbau kooperativer Netzwerke mit Akteur*innen aus E-Sport, Bildung und Jugendarbeit. Das vollständige Papier steht hier bereit als PDF bereit.
Kernthesen aus dem Positionspapier (Auswahl):
- Ergänzender Baustein: E-Sport ergänzt den Bewegungssport und kann Brücken in Vereins- und Bewegungskontexte schlagen.
- Inklusion & Teilhabe: Digitale Zugänge, Assistenz-Technik und flexible Rahmen machen Angebote für viele Jugendliche mit Behinderung erst möglich.
- Kompetenzen & Empowerment: Teamwork, Kommunikation, Strategie, Ausdauer und Selbstwirksamkeit können gezielt gefördert werden – pädagogisch begleitet.
- Verantwortung & Schutz: Gesunde Nutzung, Medienethik, der Umgang mit Cybermobbing/Toxicity und Safe Sport sind verbindlicher Rahmen.
- Nächste Schritte: Pilotprojekte sowie Kooperationen und Netzwerkbildung.
Die Referentinnen:
Christopher Flato vertritt als Präsident des E-Sport-Bund Deutschland (ESBD) den organisierten E-Sport und bringt über fünfzehn Jahre Erfahrung aus Kommunikation, Strategie und Verbandsarbeit mit. Er plädiert dafür, E-Sport als Sport, Kultur und Gemeinschaft ernst zu nehmen – mit klaren Standards und Verantwortung für Gesundheit und Teilhabe.
Julius Althoff, Geschäftsführer der esports player foundation, zeigt, wie eine Not-for-Profit-Förderinstitution Talente unabhängig von Geschlecht oder Herkunft entwickelt, Barrieren abbaut und Trainings- sowie Gesundheitsfaktoren professionell mitdenkt.
Sven Radtke von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW beleuchtet die pädagogische Praxis: barrierefreie Technik, inklusive Settings und zeitgemäße Medienkompetenz als Basis gelingender Teilhabe.
Patrick Baur, Geschäftsführer von esport-manager, überträgt Inklusion ins Event- und Vereinsleben – mit Erfahrungen zu barrierearmen Live- und Team-Events im virtuellen Fußball.
Niklas Luginsland, E-Sportler und Content-Creator beim VfB Stuttgart, berichtet schließlich aus seinem Alltag als Spieler mit Glasknochen-Erkrankung darüber, wie Vorbilder Wirkung entfalten und welche Rahmenbedingungen er sich für inklusive Angebote wünscht.
Für wen ist die Veranstaltung gedacht?
Eingeladen sind Landes- und Fachverbände, Vereine, Jugendleitungen, Übungsleitungen, (Medien-)Pädagog*innen, Inklusionsfachkräfte sowie Partner aus Verwaltung, Bildung, Sozial- und E-Sport-Strukturen, die konkrete Ansatzpunkte für inklusive E-Sport-Angebote suchen.
Anmeldung & Download:
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Wir freuen uns auf den Austausch und darauf, gemeinsam E-Sport als inklusiven, verantwortungsvollen Baustein der Jugendarbeit im Behindertensport weiterzuentwickeln.
Text: Moritz Jonas / DBSJ
