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Para Segler verpassen das Podium zweimal knapp

Heiko Kröger bei den Paralympics in Rio 2016 Bild vergrößern
Heiko Kröger bei den Paralympics in Rio 2016 © Binh Truong/DBS

Nur hauchdünn haben Jens Kroker und Heiko Kröger die Medaillenränge bei den Para Segel-Weltmeisterschaften im amerikanischen Sheboygan verpasst und mussten jeweils mit dem undankbaren vierten Platz Vorlieb nehmen. Fast 100 Sportlerinnen und Sportler aus 39 Nationen waren am Start.

Dem 49-jährigen Hamburger Kroker fehlten mit der Hansa 303 im Medaillenrennen nur 20 Zentimeter zu Silber und fünf Zentimeter zu Bronze. „Das war schon sehr bitter. Silber war absolut in Reichweite, am Ende war es ein Glücksspiel“, berichtete der Abteilungsleiter Para Segeln, Kai-Olav Hülzer. Dabei profitierte Kroker nicht unbedingt vom neu eingeführten Format: Lag er nach konstant starken Leistungen nach der Vorentscheidung noch vorne, musste er sich im Medaillenrennen der vier besten Teilnehmer mit dem vierten Platz begnügen.

Knapp war es auch beim 52-jährigen Waldbröler Heiko Kröger in der Bootsklasse 2.4mR. Am Ende waren es nur zwei Punkte Rückstand zu Bronze. Ausschlaggebend dafür waren ein Startfehler sowie ein 15. Platz. „Da hatte Heiko Pech in der Windlotterie“, sagte Kai-Olav Hülzer. Abgesehen davon war Kröger auf einem konstant hohen Niveau unterwegs und belegte in den weiteren Rennen einmal Platz eins, zweimal Platz zwei und zweimal Platz vier. Dadurch hätte es trotz der beiden Ausrutscher fast noch zu Edelmetall gereicht.

„Wir haben insgesamt gute Platzierungen erlangt und können zufrieden sein, hätten aber natürlich gerne die ein oder andere Medaille mit nach Hause genommen“, bilanzierte Hülzer. Zudem mussten die Para Segler kurz vor dem WM-Start noch einen Schock verdauen, als die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees verkündet wurde, dass die Sportart neben Tokio 2020 auch 2024 in Paris nicht zum Programm der Paralympics gehören wird. „Die Enttäuschung ist sehr groß, zumal wir uns extrem um eine Wiederaufnahme bemüht hatten. Jetzt müssen wir gucken, wie wir mit dieser Situation umgehen“, sagte Hülzer und ergänzte: „Klar ist, dass wir das Para Segeln nicht einstellen werden.“

 

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