Rehabilitationssport – Wir über uns

Rehabilitationssport ist in erster Linie Sport und kommt für Menschen mit Behinderung bzw. von Behinderung bedrohten Menschen in Betracht, um sie möglichst auf Dauer in die Gesellschaft und das Arbeitsleben einzugliedern. Die Grundlage für die gesetzlich definierte Leistung „Rehabilitationssport“ bildet das Sozialgesetzbuch IX § 44.

Rehabilitationssport hat das Ziel, Ihre Ausdauer und Kraft, Koordination und Flexibilität zu verbessern, Ihr Selbstbewusstsein, insbesondere auch das Selbstbewusstsein von behinderten oder von Behinderung bedrohten Frauen und Mädchen, zu stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Hilfe zur Selbsthilfe hat das Ziel, Ihre eigene Verantwortlichkeit für Ihre Gesundheit zu stärken und Sie zum langfristigen, selbständigen und eigenverantwortlichen Bewegungstraining zu motivieren.

Eine Vielzahl von Rehabilitationssportarten wird in den ca. 6.300 Vereinen (Stand 2014) des Deutschen Behindertensportverbandes von qualifizierten Übungsleitern B Rehabilitationssport geleitet. Die Umsetzung des Rehabilitationssports bildet die jeweils aktuelle Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining.

Rehabilitationssportarten sind Gymnastik, Leichtathletik, Schwimmen, Bewegungsspiele in Gruppen, soweit es sich um Übungen handelt mit denen das Ziel des Rehabilitationssports erreicht werden kann.

Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins behinderter und von Behinderung bedrohter Frauen und Mädchen werden als eigenständige Übungsveranstaltung angeboten.

In der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt der Leistungsumfang des Rehabilitationssports im Regelfall 50 Übungseinheiten, die in einem Zeitraum von 18 Monaten in Anspruch genommen werden können. Bei den 50 Übungseinheiten handelt es sich um einen Richtwert, der entsprechend variieren kann und von Ihrem Arzt festgelegt wird. Die Verordnungsdauer wird abhängig von den verordneten Übungseinheiten angepasst, um die Zielsetzung des Rehabilitationssports zu erreichen.

Ihr behandelnder Arzt/ behandelnde Ärztin kann Ihren Bedarf für eine Verordnung von Rehabilitationssport feststellen und füllt Ihnen anschließend das Formular 56 aus welches Sie von Ihrer Krankenkasse genehmigen lassen müssen, in der die Kostenübernahme von Rehabilitationssport durch die Krankenkasse geregelt ist. Bei der Suche nach einem entsprechenden Verein helfen Ihnen unsere 17 Landesverbände gerne.

Einen entsprechenden Informationsflyer für Patienten/Patientinnen und Ärzte/Ärztinnen finden Sie unter Downloads.