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German Paralympic Media Award verliehen

Jury, Preisträger und Nominierte des German Paralympic Media Award 2017 Bild vergrößern
Jury, Preisträger und Nominierte des German Paralympic Media Award 2017 © Tom Maelsa / DGUV

Erfreulicher Rekord – für den diesjährigen Paralympic Media Award der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gab es so viele Bewerbungen wie noch nie. Aus insgesamt 82 Einreichungen wählte die Fachjury die besten Beiträge in den fünf Kategorien Print, Foto, Hörfunk, TV/Film und Online/Social Media aus. Der Sonderpreis ging in diesem Jahr an die mehrfache Paralympicssiegerin und heutige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele. 

Zum mittlerweile 17. Mal zeichnete die DGUV herausragende Berichterstattung über den Breiten-, Rehabilitations- und Leistungssport von Menschen mit Behinderung aus. Die hohe Anzahl an Bewerbungen für den diesjährigen Award spiegelt auch das immer größer werdende Interesse für den Behindertensport wider. Moderiert wurde die Preisverleihung von Sportreporter Claus Lufen. Dieser erhielt tatkräftige Unterstützung von Athleten der Deutschen Paralympischen Mannschaft – Mathias Mester, Niko Kappel, Franziska Liebhardt und Hans-Peter Durst übernahmen die Laudatio in den Kategorien TV/Film, Print und Online/Social Media. 

In der Kategorie Print gab es in diesem Jahr eine Besonderheit. Auch nach langem überlegen und beraten konnte die Jury sich nicht für einen alleinigen Gewinner entscheiden – somit wurden kurzerhand David Hock sowie Niclas Müller und sein Team von der Allianz mit dem Preis ausgezeichnet. Der Nachwuchsjournalist David Hock hatte unter dem Titel "200 Meter zur Perfektion" den Weg von Edina Müller vom Rollstuhlbasketball zum Kanusport porträtiert. Niclas Müller und sein Team wurden für das Sondermagazin "1890" zu den Paralympics in Rio ausgezeichnet.

In der Kategorie Foto freute sich Conny Kurth über den Preis. Unter dem Titel "In der Schwebe" fing die Fotografin einen beeindruckenden Moment beim Sitzvolleyball während der Paralympics 2016 in Rio ein. Maria Femmer und Heike Mund vom WDR 5 wurden für die Geschichte über die Ausnahmesportlerin Silke Pan in der Kategorie Hörfunk mit dem Media Award ausgezeichnet. In der Kategorie TV/Film entschied sich die Jury für die ZDF-Reportage von Peter Leissl, Mathias Berg, Yorck Polus und Susanne Simon. Das Reporterteam widmete sich der Geschichte der unheilbar kranken belgischen Leichtathletin Marieke Vervoort, die über ihr Leben und Sterben selbst bestimmen möchte. Andre Hofmann, Niklas Klütsch, Thomas Stephany und Marcel Wienands freuten sich über die Auszeichnung in der Kategorie Online/Social Media. Die beiden jungen Studenten Niklas und der sehbehinderte Marcel waren als inklusives Reporterduo "RioMaNiacs" in Rio. Mit ihrer sympathischen, lockeren und authentischen Berichterstattung erreichten sie insgesamt 2,4 Millionen Menschen.

Der Sonderpreis 2017 ging an die mehrfache Paralympicssiegerin und heutige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele. Die Ehrung gilt Benteles herausragenden sportlichen Leistungen ebenso wie ihrem medialen, sozialen sowie politischen Engagement für Inklusion und Behindertensport.

Ausgewählt wurden die Preisträgerinnen und Preisträger durch eine renommierte Jury unter dem Vorsitz von Gerd Schönfelder, dem erfolgreichsten deutschen paralympischen Alpinsportler. Auch der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher, und die DBS-Kuratoriumsvorsitzende und ehemalige Schwimmerin Kirsten Bruhn gehörten diesem Gremium an. "Die Jury hatte die Qual der Wahl und das ist eine wirklich gute Nachricht. Wir haben eine Vielzahl sehr guter Beiträge bekommen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Inklusion im Sport und in der medialen Wahrnehmung voranschreitet", sagt der Hauptgeschäftsführer der DGUV, Dr. Joachim Breuer.

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