Das DBS Top Team

Sieben Spitzensportlerinnen und Spitzensportler erhalten eine finanzielle Unterstützung für die Paralympischen Spiele in Pyeongchang 2018. Die Förderung soll die Athletinnen und Athleten in die Lage versetzen, sich noch intensiver und damit professioneller auf die Paralympischen Spiele in Pyeongchang 2018 vorzubereiten. Das Top Team für Tokio 2020 wird im Jahr 2017 ausgewählt.

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Der Hintergrund

Die Entwicklung der paralympischen Bewegung und die dort gezeigten Leistungen belegen, dass sich der Sport der Menschen mit Behinderung im Allgemeinen und der Leistungssport im Speziellen stark weiter entwickelt. Die führenden Nationen des International Paralympic Committee (IPC) können ihren Erfolg durch die zunehmenden nationalen Möglichkeiten (finanziell, personell etc.) begründen.

Der Deutsche Behindertensportverband als einer der weltweit größten Sportverbände der Menschen mit Behinderung hat in den vergangenen Jahren seine Bemühungen intensiviert und professionalisiert, den bestehenden Anforderungen und Ansprüchen gerecht zu werden, um seinen Sportlerinnen und Sportlern eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Paralympicsteilnahme zu ermöglichen.

Ausgelöst durch eine Initiative des Bundespräsidenten Horst Köhler haben im Jahr 2007 die Unternehmen Allianz und Telekom einen Partnerschaftsvertrag mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS), zugleich Nationales Paralympisches Komitee (NPC) und dem International Paralympic Committee (IPC) unterzeichnet. "Wir sind begeistert von den Sportlerinnen und Sportlern mit Behinderung und wollen mithelfen, dass solche Vorbilder der Gesellschaft noch mehr öffentliche Anerkennung erfahren", so Allianz-Sprecherin Katrin Schaller.

Der Deutsche Behindertensportverband betreut seit den Paralympics Athen 2004 einen Kreis von Medaillenkandidatinnen und -kandidaten, die eine weitergehende Förderung erhalten. Im Hinblick auf die Winter-Paralympics 2006 in Turin und die Sommer-Paralympics 2008 in Peking wurde der Wunsch einer erweiterten Förderung ausgebaut. In diesem Zeitraum befanden sich 55 Sportlerinnen und Sportler im Top Team des Deutschen Behindertensportverbandes. Bei den Paralympics in Vancouver waren es 14 Athletinnen und Athleten, zwei Jahre später in London 52 Sportlerinnen und Sportler, 2014 in Sotschi zwölf sowie 2016 in Rio 44 Athletinnen und Athleten, die von der Förderung profitiert haben. Auch die Weichen für die Paralympischen Spiele in PyeongChang sind bereits gestellt. Sieben Sportlerinnen und Sportler des DBS werden bereits durch das Top Team des DBS gefördert, um sich optimal auf die Spiele in Südkorea vorbereiten zu können. Das Top-Team für die Paralympics 2020 in Tokio wird im Jahr 2017 ausgewählt.

Konzeption des Top Teams

Das TOP TEAM stellt eine Eliteförderung des Deutschen Behindertensportverbandes dar. Hiermit soll die Konkurrenzfähigkeit bundesdeutscher Athleten gegenüber Sportlerinnen und Sportlern anderer Nationen erhalten bzw. zusätzlich gefördert werden.

Finanziell unterstützt wird das TOP TEAM durch die Deutsche Telekom, die Allianz und den Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt über die Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Die Förderung ist unterteilt in zwei Segmente:

1. Grundförderung

Die Grundförderung erhalten alle Sportlerinnen und Sportler des TOP TEAMs. Sie dient dazu, die finanziellen Aufwendungen durch den Sport auszugleichen.

Derzeit beträgt die Grundförderung € 400,-/Monat.

2. Berufsbezogene Förderung

Die berufsbezogene Förderung erhalten Arbeitgeber, wenn sie die/den im Angestelltenverhältnis befindliche/n Sportlerin/Sportler temporär freistellen. Dadurch werden den Sportler/-innen zusätzliche Trainingseinheiten, aber auch verbesserte Regenerationszeiten bei gleicher Entlohnung ermöglicht.

Derzeit beträgt die berufsbezogene Förderung bis zu € 1.000,-/Monat.

Der DBS richtet jeweils vor Paralympischen Sommer- und Winterspielen ein TOP TEAM ein. Dabei kann der Förderzeitraum bis zu 42 Monate betragen. Die Förderung läuft Ende des Monats, in dem die Paralympischen Spiele enden, aus.

Die Auswahl der Sportler/-innen erfolgt durch eine vom Vorstand Leistungssport eingesetzte Kommission. Derzeit gehören dieser Kommission an:

  • der/die Vizepräsident/-in Leistungssport
  • ein weiteres Mitglied des Vorstandes Leistungssport
  • der/die Aktivensprecher/-in
  • der/die Sportdirektor/-in

Im weiteren Verlauf unterzeichnet der/die Sportler/-in eine Vereinbarung mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe sowie zusätzlich eine Vereinbarung mit dem DBS, in der sich die/der Sportler/-in zu Gegenleistungen verpflichtet. Nichteinhaltung kann den Ausschluss aus dem TOP TEAM nach sich ziehen.

Voraussetzungen

Für eine Aufnahme in das TOP TEAM müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es liegt ein offizieller Antrag der/des Sportlerin/Sportlers vor.
  • Der Antrag wird durch den/die Bundes-/Cheftrainer/-in befürwortet.
  • Die/Der Sportlerin/Sportler zählt in mindestens einer paralympischen Disziplin zu den Medaillenkandidaten und hat dieses in der Vergangenheit durch entsprechende Ergebnisse nachgewiesen.
  • Die/Der Sportlerin/Sportler besitzt eine endgültige internationale Klassifizierung.
  • Die Kommission stimmt dem Antrag zu.