Aktuelles vom Deutschen Behindertensportverband

Ratko Kovacic ist neuer Präsident des EPC

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Dr. Karl Quade (rechts) und Ratko Kovacic

Ratko Kovacic aus Kroatien ist zum neuen Präsidenten des Europäischen Paralympischen Komitees gewählt worden. Er erhielt bei der Generalvollversammlung im polnischen Katowice ein eindeutiges Ergebnis. Von den 38 anwesenden Mitgliedern stimmten 36 für ihn. Auch DBS-Vizepräsident Dr. Karl Quade, als deutscher Vertreter, stimmte für Kovacic.

„Als ehemaliger Tischtennis-Spieler bei den Paralympischen Spielen und langjähriges Mitglied der Mannschaften kennt Ratko unseren Sport sehr gut. Wir werden eine fruchtbare Zusammenarbeit haben“, begründete Quade seine Wahl. Kovacic war bisher als Member at Large im Board. Für ihn sind die Athletinnen und Athleten die wichtigste Ressource der Bewegung, weiterhin wird er mit dem neuen Board neue Finanzquellen für die Arbeit des EPC erschließen.

Weiterhin wurden gewählt:

Terje Jentoft Roel (NOR) – Vizepräsident
Rivo Killer (AUT) – Schatzmeister
Samuel Rosko (SVK) – Member at Large
Lukas Szeliga (POL) – Member at Large
Denis Jaeken (BEL) – Member at Large
Asa Llinares Norlin (SWE) – Member at Large
Miriam Malone (IRL) – Member at Large

Im Vorfeld der Wahlen gab es eine Diskussion um die verspätete Nominierung von zwei Frauen für das Board. Nach Nominierungsschluss gab es ausschließlich Kandidaten. Mehrheitlich wurde durch die Mitgliederversammlung beschlossen, die zwei Nachnominierungen zuzulassen.

Vom DBS wurde ein Antrag eingebracht, die Athletenvertretung zu verstärken. Dem Antrag wurde im Grunde zugestimmt, das neue Board wird entsprechende Strukturen bis zur nächsten Mitgliederversammlung erarbeiten.

Im Rahmen des Berichtes der bisherigen Exekutive stellte der für Sport verantwortliche Samuel Rosko den großen Erfolg der Nationalen Paralympischen Komitees (NPC) aus Europa bei den Paralympischen Spielen in Rio dar. Gut ein Viertel der teilnehmenden Länder kamen aus Europa, sie gewannen dabei fast die Hälfte der Medaillen. Im Nationenranking kamen sechs NPC unter die ersten zehn, darunter auch Deutschland.

Ausführlich diskutiert wurde ein Antrag Schwedens für die IPC Generalversammlung im September in Abu Dhabi, bei dem es um eine Neustrukturierung der Möglichkeiten von Werbekampagnen für Kandidaten und Kandidatinnen geht. Bisher ist die Diskussion mit ihnen nur sehr eingeschränkt möglich, so dass in Katowice eine Präsentation der Kandidaten und Kandidatinnen vom IPC untersagt war. Einstimmig unterstützte die Versammlung in Katowice den Antrag Schwedens für Abu Dhabi.

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