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Vico Merklein ist BSN Behindertensportler des Jahres

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v. l.: Sieger Vico Merklein, Karl Finke, BSN-Präsident und Ewald Lienen, Trainer FC St. Pauli © BSN

Vico Merklein ist selten um eine Antwort verlegen. Doch in dem Moment, als ihm Karl Finke, Präsident des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen (BSN), gestern Abend zusammen mit Laudator Ewald Lienen und Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, im GOP-Varieté Hannover vor über 300 geladenen Gästen zum Titel „Behindertensportler des Jahres“ gratulierte, wusste der sonst so schlagfertige Sportler zunächst gar nicht, wohin mit seinen Emotionen.

„Deine großartigen Leistungen, aber auch die der anderen fünf Nominierten wollen wir stellvertretend für alle unsere Athleten feiern, auf die wir stolz sind. Eure besonders hart erkämpften Leistungen wirken vorbildhaft auf den Breitensport und motivieren auch Nichtbehinderte. Deshalb steht ihr, und allen voran der diesjährige Wahl-Sieger Vico Merklein, heute Abend im Mittelpunkt unserer festlichen Gala“, hob Finke bei seiner Beglückwünschung hervor, als er mit Boris Pistorius dem Handbiker die begehrte Sieges-Trophäe des hannoverschen Künstlers Siegfried Neuenhausen überreichte. Auch Ewald Lienen zeigt sich beeindruckt von den außergewöhnlichen sportlichen Fähigkeiten der sechs Kandidatinnen und Kandidaten.

Der Wahlsieg gestaltete sich für den charismatischen Vico Merklein ganz anders als seine Siegesfahrt zur paralympischen Goldmedaille in Rio de Janeiro 2016. Hatte er dort in einem couragierten Finale im Straßenrennen das Zepter in die Hand genommen und seinen polnischen Konkurrenten erst kurz vor der Ziellinie bezwungen, so fiel ihm bei der Wahl eher eine passive Rolle zu. Bis auf Werbung in eigener Sache musste er vor allem warten und darauf hoffen, dass die Menschen in Niedersachsen ihn für seine herausragende Leistung, seinen Ehrgeiz und seinen unbedingten Siegeswillen mit ihrer Stimme belohnen. Eine für den Sportler äußerst ungewohnte Situation. Doch am Ende reichte es, und er bannte hier – ebenso wie im Sport – den Fluch des ewigen Zweiten. Mit 30,2 Prozent der insgesamt fast 15.000 abgegebenen Stimmen lag er deutlich vor dem Leichtathleten Alexander Bley (20,1 Prozent) und Handbikerin Christiane Reppe (17,1 Prozent). Auf den Plätzen vier bis sechs folgten Elke Seeliger (Sportschießen, 12,5 Prozent), Stefan Lösler (Paratriathlon, 11,5 Prozent) und Thomas Schäfer (Radsport, 8,7 Prozent).

Im Beisein von zahlreichen Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft, unter anderem Prof. Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident des Landessportbundes, und Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, dankte Karl Finke nicht nur den Sportlerinnen und Sportlern für ihre große Leistungsbereitschaft und ihre erfrischende Art, mit der sie sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. „Auch unseren Sponsoren, Förderern und Medienpartnern, die diese Wahl, diese Gala, diese Zeichen der Wertschätzung für unsere Spitzensportler erst ermöglichen, danke ich ganz herzlich für die langjährige, tatkräftige Treue. Bleiben Sie uns gewogen, denn auch 2018 wollen wir wieder einen Behindertensportler oder eine Behindertensportlerin des Jahres küren.“ 

Sponsoren und Partner der Wahl:  EEW Energy from Waste, Hannoversche Volksbank, ProSenis, Lotto Niedersachsen, Volkswagen Automobile Hannover und Volkswagen Sportkommunikation, Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung sowie Hannoversche Allgemeine Zeitung, Das Fahrgastfernsehen., NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen.

Quelle: Heike Werner

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