Projekt "MIA - Mehr Inklusion für Alle"

Logo Deutscher Behindertensportverband und Aktion Mensch Stiftung

Was ist MIA?

MIA steht für „Mehr Inklusion für Alle“ und ist ein neues Projekt des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) zum Thema Inklusion im und durch Sport.

Zeitraum: 01.02.2017 – 31.01.2020
Projektbudget: 600.000 Euro
Förderung durch: Aktion Mensch Stiftung

Welche Ziele verfolgt MIA?

  • Auf- und Ausbau von zehn inklusiv-wirkenden Netzwerken und Kooperationen zwischen örtlichen Strukturen, damit inklusive Sportlandschaften entstehen. 
  • Förderung eines Erfahrungsaustausches sowie einer Aufklärung und Sensibilisierung zur Bedeutung von inklusiven Kulturen, Strukturen und Praktiken im Sport auf Grundlage des „Index für Inklusion im und durch Sport“, damit die Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung im Sport verbessert werden.
  • Bereitstellung einer sozialraumorientierten Beratungsleistung für örtliche Strukturen (den Modellregionen), die nachhaltige Entwicklungsprozesse schaffen. 
  • Ermittlung von Teilhabemöglichkeiten und auch Barrieren für Menschen mit Behinderung, damit diese den Sozialraum aktiv mitgestalten und ihr Wunsch- und Wahlrecht z.B. bei Sportangeboten ausleben können.
  • Beantwortung von auftretenden Fragen zur Umsetzung von Inklusion im und durch Sport mittels eines online-basierten Forums, das bundesweit genutzt werden kann.  

Welche Maßnahmen werden bei MIA für welche Zielgruppen umgesetzt?

MIA arbeitet in zwei Ebenen, um die Partizipationsmöglichkeiten am Alltagsgeschehen, insbesondere im Sport, von Menschen mit (drohender) Behinderung bzw. chronischer Erkrankung zu verbessern:

1. EINJÄHRIGE BERATUNG VON SOZIALRÄUMEN

Mit MIA wollen wir dort arbeiten, wo Inklusion Wirklichkeit werden soll – in den Sozialräumen verschiedener Modellregionen. Im Rahmen von MIA werden deutschlandweit zehn Sozialräume in Bezug auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderung analysiert, beraten und zu einem inklusiven Netzwerk aufgebaut. Innerhalb der Beratungsphase werden vier Informations-/Qualifikationsmodule  angeboten, die übergreifende Themen für alle Sozialräume aufgreifen sollen.

Menschen mit Behinderung sollen Rahmenbedingungen in ihrem Sozialraum vorfinden, in dem sie sich einen sportiven Lebensstil erfüllen können. Sie sollen ihr Wunsch- und Wahlrecht ausleben und entsprechend als Mitglied, Helfer/in, Trainer/in, Assistent/in, Berater/in und in haupt- und ehrenamtlichen Funktionen einer Sportstruktur aktiv mit einbezogen werden. 

Eingeschlossen in diese Zielgruppe sind dabei ausdrücklich auch alle Menschen, die bisher - aus bisher unbekannten Gründen - noch keinen Zugang zum Sport gefunden haben.

Potentielle Strukturen in den Sozialräumen sollen sein:

  • Sportvereine und freie Sportangebote
  • Soziale Einrichtungen
  • Kommunale Strukturen
  • Wirtschaftsunternehmen

2. AUFBAU EINES FORUMS

Über ein online-basiertes Forum unter dem Motto „Sie fragen – wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen Lösungen“ sollen Fragen gesammelt, aufbereitet und mit einer breiten Öffentlichkeit im Sinne eines „Komm mit, mach‘s nach“ geteilt werden. Alle Akteure, unabhängig von ihren Rollenfunktionen, sollen Fragen zur Umsetzung von Inklusion im und durch Sport stellen können und mit anderen in den Austausch kommen. Der Begriff Akteure bezieht Menschen mit und ohne Behinderung, insbesondere Führungskräfte, Mitarbeiter/innen, Sport-Praktiker/innen sowie auch Eltern und Angehörige von Menschen mit Behinderung ein.

Aktuelle Hinweise zum Projektverlauf

  • Mai bis Juni 2017:
    Veröffentlichung/Zeitraum der Ausschreibung eines Logowettbewerbes
  • August bis September 2017:
    Veröffentlichung/Zeitraum der Ausschreibung zur Suche der zehn Modellregionen 
  • Januar bis Dezember 2018
    Beratungsphase mit dem „Index-Prozess“ der zehn Modellregionen
  • ab Januar 2018
    Start des Forums

Botschafterin

Als Botschafterin wird das Projekt MIA unterstützt von:

Verena Bentele (Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung)

Steuerungsgruppe

Als ehrenamtliches Entscheidungsgremium von MIA fungiert eine Steuerungsgruppe (SG) mit folgender Besetzung:

  • Aktion Mensch, Thomas Stephany
  • Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Antje Goll
  • Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin, Stefan Schenck
  • Behinderten-Sportverband Niedersachsen, Jutta Schlochtermeyer
  • Bundesverband Lebenshilfe, Sarah Kuhlis
  • Deutscher Behindertensportverband & Leitung SG, Thomas Härtel
  • Deutscher Caritasverband, Hubertus Strippel
  • Deutscher Olympischer Sportbund, Katja Lüke
  • Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Simon Drühmel
  • Deutscher Städtetag, Klaus Hebborn

Die Steuerungsgruppe wählt die zehn Sozialräume aus und entscheidet über die Siegerin/den Sieger des Logowettbewerbs.

Projektverantwortung

Für die inhaltliche Umsetzung ist die Abteilung Sportentwicklung des DBS unter der ehrenamtlichen Leitung des Vizepräsidenten, Thomas Härtel verantwortlich. Das hauptamtliche Projektteam besteht aus: 

  • Matthias Poeppel (Direktor Sportentwicklung des DBS)
  • Kristine Gramkow (Projektleitung MIA und Referentin Inklusion des DBS)
  • Manuel Beck (Projektkoordinator MIA des DBS)
  • Frank Eichholt (Berater MIA)

Frank Eichholt hat bereits als Projektleiter des Christophorus-Werks Lingen mit „Lingen integriert natürlich alle Sportler“ (LinaS) und „Inklusion durch Sport im Emsland“ (InduS) regionale Projekte zum Erfolg geführt.

Das Projektteam erhält zudem eine Unterstützung im Bereich der Qualifizierungsmodule durch Olga Kahlkopf, Referentin Bildung/Lehre des DBS, und im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit durch Marketa Marzoli, Leiterin Kommunikation & Events des DBS.

Ansprechpartner bei Rückfragen

Manuel Beck
Projektkoordinator „MIA – Mehr Inklusion für Alle“

Telefon: 02234-6000-310
E-Mail: projekt.mia@dbs-npc.de