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Vom Höhentrainingslager zur WM in Südafrika

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Karriereende: Dorothee Vieth © Oliver Kremer / DBS

Mit 18 Sportlerinnen und Sportlern wird die deutsche Para-Radsport-Nationalmannschaft Ende August zu den Weltmeisterschaften nach Pietermaritzburg (Südafrika) aufbrechen, darunter auch sechs der sieben Goldmedaillengewinner von Rio 2016. Zuvor geht es aber noch um den Feinschliff – und den holt sich der Großteil des Teams wie schon in den vergangenen beiden Jahren in 1800 Meter Höhe im Trainingslager in St. Moritz. Ihre Karriere beendet hat hingegen Dorothee Vieth.

„Diese Maßnahme hat sich bewährt, das zeigen auch die Erfolge bei den Highlights in 2015 und 2016. Wir werden die Trainingssteuerung diesmal noch weiter professionalisieren, um individuell noch effizienter zu trainieren“, erklärt Bundestrainer Patrick Kromer. Sein Aufgebot für die Weltmeisterschaften vom 31. August bis 3. September umfasst viele bekannte Gesichter. Mit der 24-jährigen Raphaela Eggert feiert eine junge Fahrerin ihre WM-Premiere, die in dieser Saison überraschend den Gesamtweltcup in ihrer Startklasse gewonnen hat. Daneben wollen nicht nur die amtierenden Paralympics-Sieger Hans-Peter Durst, Andrea Eskau, Vico Merklein, der nach einer Schulter-OP allerdings lange ausfiel, Christiane Reppe, Michael Teuber und Steffen Warias gerne wieder nach Edelmetall greifen. Außerdem geht Pierre Senska als amtierender Weltmeister an den Start.

Nicht mehr mit dabei ist Rio-Goldmedaillengewinnerin Dorothee Vieth, die beim Europacup im Juli in Elzach ihren Abschied gefeiert und ihre Karriere beendet hat. Die 56-jährige Geigenlehrerin aus Hamburg blickt auf eine äußerst erfolgreiche Laufbahn zurück. Elf Podestplätze errang sie bei Weltmeisterschaften, darunter ein Titel 2011, und fünf bei den Paralympics. Ihren größten Erfolg feierte Vieth vor einem Jahr am Zuckerhut, als sie bei der dritten Teilnahme an den Spielen ihr ersehntes erstes Gold bejubelte. Es war der perfekte Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere der ehrgeizigen Handbikerin.


Das deutsche WM-Aufgebot:

Kerstin Brachtendorf (45 / Mendig (Rheinland-Pfalz) / BPRSV Cottbus), Hans-Peter Durst (59 / Kaufbeuren / RuMC 1925 Sturm Hombruch Dortmund), Raphaela Eggert (24 / Augsburg / BPRSV Lörrach), Andrea Eskau (46 / Apolda (Thüringen) / USC Magdeburg), Mariusz Frankowski (25 / TV Waldstraße Wiesbaden), Bernd Jeffré (53 / Kiel / GC Nendorf), Jana Majunke (26 / Cottbus / BPRSV Cottbus), Vico Merklein (39 / Berlin / GC Nendorf), Christiane Reppe (29 / Dresden / GC Nendorf), Andreas Rudnicki (46 / Bütow (Mecklenburg-Vorpommern) / GC Nendorf), Thomas Schäfer (36 / Wernigerode (Sachsen-Anhalt) / Nordharzer RSG Bad Harzburg), Denise Schindler (32 / Karl-Marx-Stadt / BPRSV Cottbus), Matthias Schindler (35 / Regensburg / BSV München), Pierre Senska (29 / Berlin / PSC Berlin), Michael Teuber (49 / Tegernsee / BSV München), Tobias Vetter (35 / Gera), Steffen Warias (32 / Tübingen / BSV München), Erich Winkler (49 / Neumarkt St. Veit (Bayern) / TV Geisenhausen).

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