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Bronze-Überraschungen bei Para-Triathlon-WM

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Maike Hausberger © DTU / Jo Kleindl

Die Youngster Maike Hausberger und Max Gelhaar haben bei der Para-Triathlon-WM in Rotterdam für zwei deutsche Medaillen gesorgt. Der erst 19-jährige Gelhaar (BV Leipzig) erreichte bei seiner ersten WM-Teilnahme direkt den dritten Rang. Auch Maike Hausberger (Postsportverein Trier), die in diesem Jahr bereits bei der EM mit Platz zwei überraschte, überquerte als Dritte die Ziellinie. Paralympics-Sieger und Hoffnungsträger Martin Schulz musste hingegen den Wettkampf verletzungsbedingt abbrechen.  Stefan Lösler wird Fünfter.

Die WM-Rennen starteten mit einer einstündigen Verspätung auf Grund von zu niedrigen Temperaturen: 18 Grad Wasser- und 14 Grad Außentemperatur. In der Klasse PTS3 ging Max Gelhaar als Zweiter nach dem Spanier Daniel Molina aus dem Wasser. Auf dem Rad sowie beim abschließenden Lauf musste er sich zudem dem Australier Justin Goodfrey geschlagen geben. Als Dritter überquerte der 19-jährige aus Schkeuditz überglücklich die Ziellinie: „Ich bin einfach nur froh, dass ich bei dieser Atmosphäre hier starten durfte und dann auch noch den dritten Platz mache. Das macht mich echt sprachlos“, berichtet Gelhaar nach seinem Rennen.

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Max Gelhaar © DTU / Jo Kleindl

Auch Maike Hausberger, die bei den Paralympischen Spielen in Rio 2016 noch als Leichtathletin an den Start gegangen war, freute sie sich in Rotterdam in der PTS3 über Bronze. Mit einer Gesamtzeit von 1:25:33 Stunde überquerte sie die Ziellinie nach der Französin Elise Marc und der Russin Anna Plotnikova. Nora Hansel, die Weltmeisterin von 2014, belegte Rang vier in derselben Startklasse. Auch Lena Dieter verpasste das Podest nur knapp und wurde Vierte in der Klasse der sehbehinderten und blinden Athletinnen.

Für Martin Schulz hingegen lief es nicht nach Plan. Nachdem er als Zweiter das Schwimmen beendet hatte, legte er auf dem Rad die drittschnellste Zeit hin und war lange auf Medaillenkurs. Doch nach dem Radfahren musste der Leipziger aufgrund einer Verletzung aufgeben. Zuvor hatte er sich einen Dreikampf mit seinem Dauerrivalen Stefan Daniel aus Kanada und dem Briten George Peasgood geliefert. Mit nur wenigen Sekunden Abstand waren die drei Athleten der Startklasse PTS5 aus dem 17 Grad kalten Rijnhaven gestiegen. Auch auf den 20 Radkilometern konnte sich keiner entscheidend absetzen. Nachdem Schulz das Rennen aufgegeben hatte, lief Daniel nach 1:01:20 Stunden souverän zu WM-Gold. Die Plätze zwei und drei gingen an den Spanier Jairo Ruiz Lopez und Chris Hammer aus den USA.

Auch für Stefan Lösler reichte es nicht für eine Medaille, obwohl er als erster die zweite Wechselzone verließ. Der 32-Jähige lief als Fünfter mit gut drei Minuten Rückstand auf den Erstplatzierten Briten Andrew Lewis in der PTS2 ins Ziel.

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